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Erfolgreiche Entwicklungen von Quartieren, Dörfern und Städten basieren auf einer gleichwertigen Wirtschafts- und Gesellschaftsförderung.  

 

 

Beiträge 2022

 

- Wie bekommt die gesellschaftliche Ortsförderung eine hohe Glaubwürdigkeit und

   einen optimalen Bekanntheitsgrad?  

- Die "Schule für's Leben" versagt!

- Sport- und Freizeitpark, ein Hotspot für die ganze Bevölkerung

- Die gesellschaftliche Ortsförderung ist entscheidender, als die touristische

   Ortsvermarktung 

- Der Zerfall von Zivilisationen  

- Bildung mit fragwürdigen Realitäten 

 

 

 

Wie bekommt die gesellschaftliche Ortsförderung eine hohe Glaubwürdigkeit mit einen optimalen Bekanntheitsgrad?

 

Jede Gemeinde sollte für die Bevölkerung eine Feriendestination für den Alltag sein. Deshalb wird eine erfolgreiche, gesellschaftliche Ortsförderung im Gemeinderessort Präsidiales und nicht im Wirtschaftsbereich angesiedelt. Wichtig ist auch, dass sie sich unverwechselbar mit ihren Zielsetzungen, Themen und Produkten präsentiert und die eigene Bevölkerung immer im Zentrum steht.

 

1. Dauernde Präsenz der Organisation und Infostelle

 

-Dauernd aktualisierte Webseite mit Auskunftsstelle

-Regelmässige Newsletter über die aktuellen Schwerpunktarbeiten der gesellschaftlichen

 Ortsförderung

-Flyer zum Auflegen/Verteilen bei allen Aktivitäten der gesellschaftlichen Ortsförderung

 

2. Erfolgsversprechende Schwerpunktbereiche  

 

-Permanenter Informationsraum der Gemeinde mit den Themen

 Wirtschaft  -  Gesellschaft  -  Politik für die Bevölkerung und Besucher

-Anziehendes Jahresprogramm zu den Hauptbereichen der gesellschaftlichen

 Ortsförderung mit erprobten Themen  

-Spezielle Treffen und Jahresveranstaltung (u.a. Podiumsgespräche,

 Besichtigungen, Monatstreff) zur Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Ortsförderung

-Faktenchecks zur gesellschaftlichen Ortsförderung für mittel- bis langfristige Planungen

-Gezielte Bevölkerungs-Umfragen für zukünftige Entwicklungen in den Hauptbereichen der

 gesellschaftlichen Ortsförderung (Orts-/Landschaftsbild, Einrichtungen/Infrastrukturen,

 Zusammenarbeit/Vereinstätigkeiten, Kultur/Sport/Veranstaltungen,

 Kommunikation/Information)  

-Jahres-Auszeichnung für Einzel- oder Gruppen-Beiträge zur Stärkung der gesellschaftlichen

  Ortsförderung in der Gemeinde

-Berichterstattungen, Kolumnen und regelmässige Information zur gesellschaftlichen

 Ortsförderung in den regionalen Medien    

 

3. Fazit

 

Für Bekanntheitsgrad, Integration und positive Wirkungen der gesellschaftlichen Ortsförderung, sollte ein klares Aktivitätenkonzept für die Bevölkerung und die Behörden vorhanden sein./be 29.6,.22 

 

Grundlagen: Umfrage bei Ortsförderungsorganisationen im deutschsprachigen Raum

 

 

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Die «Schule für's Leben» versagt!   

 update 9.7.22

 

Mehr Geld für die Bildung ist die dauernde Forderung und trotzdem wird der «Bildungs-/Ausbildungsertrag» nicht grösser, im Gegenteil. Es fehlt für ein eigenverantwortliches Lernen der geplante und regelmässige Umgang der Lehrenden und Lernenden mit einem praktischen "Lebensinstrumentarium" durch gezielte Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenzen im Verbund mit einem vernetzten Grundwissen aus einzelnen Fächern. Persönliche Einstellungen und praxisnahe Ausbildung, nicht Geld und Wohlfühlphilosophien, sind entscheidend für den Erfolg. Diese Tatsache erfordert grundsätzliche Überlegungen zu Ausbildungsstätten, Lehrenden, Unterricht, Lernenden und Experten.

 

Alle Schulen brauchen unmissverständliche Werte-, Bildungs-, bzw. Leistungsprofile ohne antiautoritäre Konzepte, ohne dauernde Instrumentalisierungen und ohne eine Flucht ins Coachen und Begleiten, um die Führungsverantwortung zu schwächen. Die momentanen Überregulierungen für Lehrende und Lernende durch die Bürokratisierung mit hohem Mehraufwand u.a. mit Koordinationssitzungen, Absprachen, Beurteilungen, Projektgruppen und Planung, Durchführung bzw. Nachbereitungen für den Unterricht, müssen drastisch reduziert werden.

Es braucht auch verbindliche Lern-/Arbeitsstrategien in allen Lehrplänen auf allen Stufen mit der Selbstkompetenz an erster Stelle. Fächerloses Lernen und die Kompetenzeninflation verhindern ein fundiertes Fachwissen mit vernetztem Denken und Können, was auch die steigenden Durchfallquoten bei Studien- und Berufsabschlüssen belegen. Die sichtbaren Überforderungen der Schwachen bzw. Unterforderungen der Starken mit Nivellierung nach unten verunmöglichen ein ausgewogenes Bildungsniveau. Es gilt in den entscheidenden Kernbereichen für die Wissensnetzdichte wieder echt zu lernen, zu fördern und zu leisten, was nur durch einen Abbau der unzähligen Nebenschauplätze und den einseitigen Instrumentalisierungen möglich wird.

Dass bei steigender universitärer Ausbildung mit theoretischen Kompetenzen die Praxisnähe abnimmt, die Studienabbrüche (25%) hoch sind und beim zunehmenden, geisteswissenschaftlichen Proletariat ausbildungsferne Stellen und Temporärarbeiten steigen, ist das Resultat einer fraglichen Bildungskultur. Bedenklich ist aber auch der Fachkräftemangel, bedingt durch Lehrabbrüche (20%) und das zunehmend schlechtere Ansehen der handwerklich-technischen-kaufmännischen Ausbildung an Berufsschulen, obwohl die jungen Menschen in der dualen Lehre Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, die im wirklichen Leben auch wirklich gefragt sind.  

Alle Lehrenden müssen sämtliche Wege für das individuelle Lernen einbringen, diese in der Stoffbearbeitung einsetzen und dann individuell auf die Effizienz auswerten lassen. Erst nachher können  die besten Mittel und Wege für ein optimales Lernen persönlich festgelegt werden. Es sei auch gesagt, dass der Einsatz von Technologien u.a. Informatik und Digitalisierung sehr dosiert geschehen sollte, denn die medialen Neuheitseffekte verführen bei einer Mehrheit zu einer Konsumhaltung, Überindividualisierungen und Oberflächlichkeit, was letztlich die entscheidenden Selbstaktivitäten zur Stärkung der Persönlichkeits- und Bildungsstrukturen schwächt.  

Nachhaltiger Unterricht besteht bekanntlich aus einen Methodenmix, damit möglichst alle Lernenden in der Vermittlung, Vertiefung und Anwendung des Stoffes aktiviert werden können. Trotzdem ist heute der Wirkungsgrad der Ausbildung im Vergleich zum grossen didaktisch/methodischen Aufwand eher schwach. Die individuellen Lernwege werden jeweils zu wenig hinterfragt und analysiert, was Leerläufe, Unlust und Versagen hervorruft. 

Fehlendes Fachwissen bringt ein unseriöses „Flatterwissen“ mit ungefestigten Strukturen, eingeschränktem Denken bzw. Können und mangelndem, gesunden Menschenverstand. Dass sogenannte «Experten» mit meistens kurzer Fronterfahrung und fehlender, langandauernder Auseinandersetzung mit einer praxisnahen Lernpädagogik, das Fächersystem zerstören, gehört zu den Zerfallserscheinungen unserer Zivilisation. Es sieht darnach aus, dass Menschen auf einem tiefen Niveau gleichgeschaltet werden sollen, um ihre Einflussmöglichkeiten einzuschränken und damit sie besser "führen" zu können. Der nächste Schritt wird die Abschaffung von Bewertungen/Noten sein, denn ohne klare Stoffstruktur in einzelnen Fächern wird eine seriöse Bewertung unmöglich. Damit wird auch die Ausbildungsqualität noch mehr sinken, denn nur mit Kompetenzen ist es eine Illusion klares, fachliches Grundwissen bieten zu können.

Ein erfolgreiches Selbstmanagement der Lernenden braucht gelebte Basistugenden, wie Gründlichkeit, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit, Zielstrebigkeit, Engagement, Selbstdisziplin, Pünktlichkeit, Ordnung, Präzision und Selbstverantwortung, welche auch für die Methoden- und Sozialkompetenzen unabdingbar sind. Nur eine bewusste Auseinandersetzung mit erfolgserprobten Mitteln ermöglicht eigene Wege zu suchen und effiziente Organisations-/Lern- und Arbeitstechniken zu finden, um diese dann zu erproben und angepasst zum festen, persönlichen Bestandteil werden zu lassen.

 

Fazit

 

Ziel der Bildung sind wenig, aber  gezielte Kompetenzen im Verbund mit einem fundierten Fachwissen. Zur umfassenden Persönlichkeitsbildung braucht es vor allem ein optimales Selbstmanagement, welches auch die Hauptvoraussetzung für erfolgreiche Sozial- und Methodenkompetenzen ist. Ein griffiges Instrumentarium garantiert praxisnahe Umsetzungen mit welchem das eigene Tun gesteuert werden kann. Daran kann auch die Qualität einer Bildungsstätte gemessen werden, aber da sieht es alles andere als vorbildlich aus. /be 26.4.22  

 

 

 

 

Die gesellschaftliche Ortsförderung ist entscheidender als die touristische Ortsvermarktung

 

In vorbildlichen Gemeinden sind die «Wirtschaftsförderung» für die Beschäftigungsangebote und die «gesellschaftliche Ortsförderung» für die Lebensqualität der Bevölkerung die wichtigsten Pfeiler zur Attraktivitätsbeeinflussung.  

 

Gemeinden, welche die Lebens-/Aufenthaltsqualität der eigenen Bevölkerung ins Zentrum stellen, haben starken Erfolg. Dort aber, wo die Tourismusförderung ein Übergewicht erhält wird laut Umfragen, viel weniger geboten. Die Ortsvermarktung für Besucher ist ein Teil der Wirtschaftsförderung (u.a. mit Auskünften , Flyer, Broschüren, Veranstaltungsbegleitungen, Führungen, Werbung). Dazu werden schweizweit Millionen aus Steuergeldern auf allen Staatsebenen ausgeschüttet. Es braucht aber wenig um zu merken, dass bevor vermarktet und verkauft wird, in erster Linie die Grundlagen Umwelt/Ambiente, Einrichtungen/Infrastrukturen, Kultur/Veranstaltungen, Bildung/Gesundheit und Kommunikation/Information die entscheidendsten Voraussetzungen für eine attraktive Aufenthaltsqualität der Bevölkerung und zugleich auch eine grosse Werbung und starke Bindung für die Besucher sind. Eine weitsichtige Gemeindebehörde integriert und plant mit der gesellschaftliche Ortsförderung unter Präsidiales oder geht offiziell mit einer Spezialorganisation eine mittel- bis langfristige Planung mit Vereinbarungen und Leistungsaufträgen ein. Nur so kann das wichtige "Wirgefühl" für den Zusammenhalt in der Bevölkerung entstehen. 

 

Fazit

 

Gemeinden, die dem Tourismus verfallen sind, werden selten einen gesellschaflichen Aufschwung für die eigene Bevölkerung erleben. Die gesellschaftliche Ortsförderung und die Wirtschaftsförderung müssen ein Lead in jeder Gemeinde sein. Synergien zwischen beiden Bereichen sind aber nur möglich, wenn die Kernaufgaben und die Kompetenzen klar geregelt sind. So darf die gesellschaftliche Ortsförderung nicht im Wirtschaftsressort untergebracht sein, denn sonst wird sie automatisch dem Diktat der Tourismusbranche bzw. der Wirtschaft ausgeliefert und bleibt für die Bevölkerung sinnlos. /be 22.2.22 

 

 

 

 

Der Zerfall von Zivilisationen  

 update 5.8.22

 

In den Wohlstandsgesellschaften der westlichen Lebensräume sind hohe Dekadenz, zunehmendes Staatsversagen und spürbare Auflösungserscheinungen bei der Natur, Wirtschaft und Gesellschaft offensichtlich. Wir erleben zunehmend Rücksichtlosigkeiten, Korruption, Gewalt und Kriminalität im Alltag. Damit gehen auch die Voraussetzungen für das Zusammenleben, wie Sicherheit, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit, Kontinuität und Vertrauen immer mehr verloren. Die Zunahme des Drogen- bzw. Medikamentenmissbrauchs, Gendertum und die Abtreibung als geplantes Menschenrecht passen ebenfalls zur heutigen Wohlstandsverwahrlosung. Durch Mobbing, Integrationsproblemen, Bildungs-/Berufsversagen, lebensferne Ideologien, Gleichheitsforderungen, Gesinnungsdiktate, Ausgrenzungen und weitgehend einseitigen Mainstream-Medienhäuser wird die Bevölkerung immer mehr gespalten. Kommt dazu, dass die führenden, politischen Eliten in der Krisenbewältigung überfordert sind und mit ihren "Gutwetterkompetenzen" versagen. Obwohl eine effektive Neuorientierung in einer Gesellschaft letztlich nur durch einen gewaltigen Crash eingeleitet werden kann, befassen wir uns nachfolgend trotzdem mit der heutigen Situation, den Ursachen und möglichen Lösungsmöglichkeiten. 

 

 

1. Situationen

 

Schauen wir, wie sich Gesellschaften und Individuen entwickeln, um daraus Folgerungen ziehen zu können.

Ursprünglich lebten Gesellschaften in traditionsgeleiteten, überblickbaren und gott-/götterbezogenen Gemeinschaften. Während schwierigen Zeiten gab es "innengeleitete" Phasen mit Zielesetzungen, Werten und Prinzipien für ein empathisches Zusammenleben. Heute beobachten wir vor allem eine aussengesteuerte Bevölkerung, welche durch Trends, mit wenig Religion und Tradition, zunehmend verwildertem Egoismus und euphorischem Selbstverwirklichungsstreben praktisch nur Rechte und wenig Pflichten will. Der Identitäts- bzw. Orientierungsverlust und die Selbstentfremdung gegenüber der Mitwelt werden u.a. durch einen starken Aktivismus mit u.a. Hobbys, verschiedenartigen LebenspartnerInnen oder Berufsumstiegen kompensiert. 

Rastlos rennen vor allem Eliten unzähligen Utopien und Visionen nach. Durch den zunehmend digitalisierten Lebensalltag wird die Privatsphäre immer mehr offengelegt, was die Probleme für das Zusammenleben nicht verkleinert. Ein festgefügtes Leben wird vielfach zur Last. Eigenverantwortung, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Treue, Respekt, Gehorsam, Disziplin, Pflichtbewusstsein, gesellschaftliche Rituale, tradierte Verhaltensnormen und Hierarchien verlieren ihre Bedeutung für das Zusammenleben. Dagegen erhalten Unkonventionelles, Kreativität, Gefühlsausleben, Kleinstminderheitenbewegungen und Dauerbespassung einen hohen Stellenwert. Zur totalen Dekadenz passt auch die zunehmende Freigabe von Drogen und Abtreibungen, die zu einem Menschenrecht mutieren sollen. Diese Situation löst ein fragwürdiges Geschäftsmodell aus, denn es entsteht eine (Luxus)Industrie von Beratern, Therapeuten, Analytikern, Coaches und Lebenshilfestellen, welche die nach sich selbst Suchenden aus dem Irrgarten der Blockaden weisen will, aber zugleich deren Selbstverantwortung und Belastungsfähigkeit enorm schwächen. 

Der Heimatbegriff wird bewusst v.a. Kindern, Zurückgebliebenen und Nationalisten zugeordnet, um so bei der Bevölkerungsmehrheit die Bindungsunfähigkeit einer stark manipulierbaren "Flugsandgesellschaft" zu fördern. Bodenständiges ist verpönt, aber das nötige Selbstwertgefühl wird u.a. in Subkulturen, Minderheitenschutzrechten und extremen Lebensentdeckungen gesucht. Mit der kompromisslosen Verabsolutierung der eigenen Standpunkte wird auch ein "Wirgefühl" über Grenzen hinweg verhindert. Eine Abgrenzung entsteht auch im politischen Führungseinsatz junger Studienabgänger mit wenig Erfahrungen in Wirtschaft und Geschichte, um dem wirklich erfahrenen weissen Man zu ersetzen, was nur in zerfallenden Gesellschaften anzutreffen ist. Im Mittelpunkt steht ein individualistischer Lebensstil mit grenzerlosen, ichbezogenen Freiheiten, welche auch den Verfall der Arbeits-/Leistungsmoral und der Gemeinschaftsbindungen beschleunigen. Doch die Verheissungen der Moderne kehren schnell in ihr Gegenteil zurück, denn in den Gruppierungen von Gleichgesinnten regiert statt Individualismus eine Uniformität, die Freiheit wird zur Angepasstheit, die Vielfalt mündet in eine sture Ideologie, die Emanzipation zeigt sich als narzistische Bindungsunfähigkeit, die Infantilisierung ersetzt die Reife und die Technik wird nicht beherrscht, vielmehr beherrscht sie die Individuen. Das Scheitern des persönlichen Selbstfindungsprozesses löst vor allem Kränkungen, Empörungen und Wut aus. Die Ursachen dieser negativen Befindlichkeiten werden aber nicht der eigenen Strukturen zugeschrieben, sondern je nachdem Eltern, Schulen, Partnern oder der Gesellschaft. So entsteht bei Selbstbefreiungsversuchen ein Netz von persönlichen, ideologischen und politischen Abhängigkeiten, welche die Spirale der Selbstentfremdung verstärken.  

 

Betrachten wir die heutigen Problembereiche Religionen, Menschen-/Völkerrechte, Wissenschaften, Bildung, Wirtschaft, Arbeit und Politik, um richtige Schlüsse für einzelne Situation zu finden.


Religionen sind vor allem geprägt von einer einzigen Wahrheit, Prophetenaussagen, Weltuntergangsszenarien, Schuldbekenntnissen, Verzichts-/Verbotsanordnungen und Glaube statt belegten Wissenschaftsfakten. Die heutige Gottesferne mit fortschreitender Auflösung der christlichen Religionen mit der Kirchenferne, der Aufstieg des Islams, die völlig säkularisierten Wertegemeinschaften und der menschengemachte Moralismus mit Doppelmoral, lassen spirituelle Wüsten entstehen. Diese Lücken werden durch Ersatzreligionen bzw. einem Götzentum gegen Rassismus und für kleinste Minderheitenbewegungen, wie u.a. der Cancel-Culture, Political Correctness, Wokeness, Gendertum und LGBTIQ+-Gruppierungen, ausgefüllt. Mit Inquisitions- oder Scheiterhaufenmethoden wird zeitweise eine Gesinnungsdiktatur installiert. Die neuen «Bewegungen» sind rechthaberisch, wollen vorschreiben was zu tun ist und lassen so Diskriminierungen und einen neuen Rassismus ohne Integrationsmöglichkeiten entstehen. Durch die bewusst geförderte Verunsicherung auf allen Ebenen, entsteht bei der grossen Mehrheit der Menschen eine immense, psychische und geistige Leere, welche die Zahlen der Heilungsanstalten und Hifestellen mit einer Personalinflation ins Uferlose steigen lassen.

Die propagierte wertgestützte- und regelgebundene Ordnung, die man anderen Kulturen überstülpeln will, ist eine Neuauflage des Missionierungs- und Kolonialzeitalters mit all den Folgen von klar absehbaren Konflikten. Da viel Geld im Spiel ist, wird die Lüge zum Profittreiber. Dahinter steht ein totalitäres Gutmenschenum mit moralischer Selbsterhöhung , dem es um eine einzige Wahrheit geht und damit eine Meinungseinfalt fördert. Zusammen mit den weltweit staatsunterwanderden NGO's wird eine Einheitsweltanschaung verbreitet, ohne die weit auseinanderliegenden Philosophien, Mentalitäten und Wirtschafts-/Kulturinteressen der einzelnen Völker zu berücksichtigen. Auf der anderen Seite stehen die Bösen. Unpassende Menschen und Völker werden wie im tiefsten Mittelalter gejagt. Auch die Populismusströmungen sind weitgehend Reaktionen auf lebensferne Ideologien mit Heuchelei, Denkdiktaten, Sektierertum, Zensuren, Sanktionen, Realitätsverleugnung und völlig missbrauchtem Liberalismuskonzept für einen neuen Kommunismus und Nazismus. Einseitige Umfragen und eigenes Selbstcheckertum zementieren dauernd Mainstream-Meinungen ohne evidenzbasierte Fakten. Die Bevormundung durch das Gutmenschentum in den Bereichen Demokratie, Völker-/Menschenrechte, Moral, Covid, Klimawandel und Energieversorgung beschleunigen die Zunahme von autokratischen Systemen und Staaten, was man ja dauernd zu verhindern versucht.

Die durch Sponsoring und Staatsgelder zunehmend käuflichen Hochschulen werden mit ihren "Gefälligkeiten" in einseitigen Studien immer unglaubwürdiger. Bei unabhängigen, echten Wissenschaften beruhen Erkenntnisse bekanntlich auf Annahmen, die sich jederzeit wieder ändern können. Doch diese werden heute durch Aktivisten aus Wissenschaft, Politik und Medienhäusern schnell zu Tatsachen zementiert, um die eigene Deutungshoheit mit Hysterien befeuern zu können. Nur Subventionskürzungen bringen hier eine Umkehr.

Wir haben heute eine geschichtsvergessene und wirtschaftsfeindliche Bildungsgesellschaft ohne ein Denken in grossen Zeiträumen. Die zunehmende Akademisierung bringt wenig Fachkräftenachwuchs, Innovationen oder höhere Produktivität für das nötige Wirtschaftswachstum. Akademiker sind wohl formal besser ausgebildet, doch die Lebensintelligenz ist nicht von der Bildung abhängig. So haben wir zunehmend elitären Menschen mit steigender Praxisferne und einem Kollisionskurs mit der Realität, was vernünftige Problemlösungen immer mehr verunmöglicht. Wir bilden zu viele Akademiker "für die Halde" und Teilzeitarbeiten aus, die viel reden, aber wenig tun – und zu wenige Berufsleute, die etwas können. Entscheidend wäre auch, dass Leistungen den richtigen und glaubwürdigen Stellenwert erhalten, sonst werden Bewertungen/Noten bald der Vergangenheit angehören und damit der Abschwung sich noch schneller vollziehen. Für dringend bodennahe Gesamtsichten in der Gesellschaftsentwicklung braucht es deshalb in allen Ausbildungen und Studienrichtungen obligatorische Grundabschlüsse in Wirtschaft und Geschichte und dazu ein längeres Arbeiten an der Front, damit man spürt woher das Geld kommt, bevor (Lebens)Stellen im öffentlichen Dienst bzw. Karrieren in Parteien, Verwaltungen, Verbänden, Behörden und Verwaltungsräten angetreten werden. Für Wahlen auf allen Ebenen sollte eine mindestens achtjährige realitätsnahe Berufserfahrung zu einer Minimalvoraussetzung werden.

Demokratische Selbstverständlichkeiten erodieren immer mehr und wir sind unterwegs in Richtung eines durch Regierung und Verwaltung geleiteten und zensurierten Kommandostaates. Die Führungseliten in der Politik sind mit ihren Privilegien und Ideologiestreitigkeiten der grösste Teil der Probleme geworden und verunmöglichen dadurch eine praxisnahe Sachpolitik. Diese Unfähigkeiten gehen zurück auf Sozialisation, Bildung, ideologische Einstellungen, Berufszugehörigkeit und fehlenden Kompetenzen mit dem Motto "Geld zentral - Führung egal". Krisenlösungen der Eliten bestehen v.a. in hochtrabenden Ankündigungen, statt  bodennahen Entscheiden, schöngeistigen Glaubenssätzen, statt realer Faktenbewirtschaftung und infantilen Utopien ohne Behaftungsmöglichkeiten von Verantwortlichen. Die lösungsorientiere Avantgarde steht auf der rechten Seite und wird von der linken Seite u.a. mit einer Fake-Kultur überschüttet, um sich selber von der Schusslinie zu nehmen. Mit einer schamlosen Interessenpolitik ist der "Draht zu den Bürgern für ihre Befindlichkeit und Bedürfnisse" verloren gegangen. Die grosse Mehrheit der Politiker bewegen sich immer mehr in einer "zementierten Kaste", um ihre politsches Handeln unter sich zu legitimieren, sicher aber nicht um die Bevölkerung voll vertreten zu wollen. Charakter, Glaubwürdigkeit und Lebensnähe geht bei der Mehrheit der politischen Führung immer mehr verloren. Man kann wohl Realitäten ignorieren, doch die Konsequenzen daraus können bei zunehmendem Versagen nicht einfach höheren Gewalten oder selbstdefinierten Verschwörungstheorien angelastet werden. Für den Erhalt des Wohlstandes werden v.a. gerechte (Geld)umverteilungen und die Anerkennung neuer Geschlechteridentitäten propagiert und damit von entscheideren Bereichen abgelenkt. Dieses Staatsversagen führt zu Verwaltungsaufblähungen und hohe Bürokratie mit klaren Einschränkungen der Grundrechte der Bevölkerung. Dafür hat diese mit Verzichten, Sparsamkeit und Zuversicht selber die Zukunft zu meistern. Deshalb funktioniert Demokratie nur durch die Zurückweisung des politischen Herrschaftsanspruchs von einseitig getrimmten Politikern, Intektuellen und Experten für ein globalisiertes Weltbürgertum.  

In den Wirtschaftsbereichen finden heute zeitgleich eine Globalisierung bzw. Fragmentierung und eine Integration bzw. ein Zerfall statt, was eine gesicherte Entwicklung erschwert. Die Probleme (mangelnde Wirtschaftleistungen, Massenzuwanderung, Arbeitslosigkeit, erdrückende Sozialkosten, enorme Verschuldungen und Teuerungen) nehmen spürbar zu. Das Versagen von Bildungskonzepten lassen Fachkräftemangel und praxisferne Studienabgänger entstehen. Eine realtitätsfremde Wissenschaft und Politik schreiben direkt und indirekt der Wirtschaft immer mehr vor, was zu machen ist und so wird die Marktwirtschaft in Richtung regulierter Staatswirtschaft getrieben. In der Arbeitswelt stehen immer mehr Methoden, Maschinen und Geräte im Mittelpunkt, welche die Uniformierung und Gleichschaltung der Gesellschaft weiterentwickeln. Mit Verboten statt einer Technologieoffenheit, Beratungsorgien statt Produktionen und einem fehlendem "Sowohlalsauch" werden realitätsnahe Entwicklungen und Angebote abgewürgt. Die zentralisierte Digitalisierung macht die Funktionsfähigkeit der heutigen Systeme in allen Lebensbereichen immer labiler und pannenanfälliger. Arbeitsplätze für alle sind bedroht, da ein unverhältnismässig grosser Dienstleistungsanteil gegenüber den Urproduktions- bzw. Verarbeitungsbereichen vorliegt und die Informatik bzw. die Automatisierung und Roboterisierung immer mehr Arbeitsstellen für die grossen Menschenmassen ohne Ersatz wegrationalisieren, was das "bedingungslose Einkommen" mit neuen Problemen auf uns zukommen lässt. 

 

Untersuchen wir das Zusammenspiel von Medien und Politik, um die dauernden Manipulationen durchschauen zu können.

 

"Wer den Mainstream konsumiert, weiss nicht was in der Welt passiert, sondern nur was im Medium steht."

In den völlig einseitigen Berichterstattungen der meisten Medienhäuser werden gegensätzliche Fakten und Argumente gar nicht mehr am Leben erhalten und so die Meinungen nur noch in eine verdrehte Richtung getrieben. Die selbsternannten "Qualitäts-Medienhäuser" sind voller Halbwahrheiten, orchestrierten Empörungen, manipuliertem Bild-/Tonmaterial, inflationären Gutmensch-Experten, gezielten Ausgrenzungen, einseitiger Staatspropaganda und dauerndem Bashing gegenüber unpassenden (Welt)Regionen. Sie unterwandern als einseitige Menschenversteher zusammen mit grossen NGOs (wie UNO, WHO, AI etc.) in inkompetenter Weise auch immer mehr Parlamente, Regierungen und  Bildungsstätten wie Journalistenschulen und Universitäten, um Gesetzeslösungen möglichst stark beeinflussen zu können. Die dauernden Angriffe des Mainstream-Journalismus auf Verschwörungstheorien sind reine Ablenkungen zu eigenen Ideologien und zur Wohlstandsverwahrlosung. Das Internet mit ihren Plattformen wird zum grössten Spaltungsmedium der Gegenwart. Man kämpft mit den gleichen Mitteln, die man den Verschwörungstheoretikern vorwirft und entlarvt damit die eigene Demagogie. Mangelhaft belegte Fakten und Argumente werden durch Vorverurteilungen, Indiskretionen und zensurierten Kommentarspalten kompensiert und die kriminalromanähnlich inszenierten (Un)Wirklichkeiten und Emotionen in den Berichterstattungen verkommen zur verdummenden Unterhaltung. Die Medienhäuser werden so zu den grössten Verziehungs- und Verblödungsanstalten der Gegenwart. Mit der Unglaubwürdigkeit von einseitigen Informationen zerfallen auch demokratische Politsysteme, Gesetze und die Rechtsstaatlichkeit auf lokaler, regionaler bzw. internationaler Ebene und fördern eine zentralistische Staatsmacht, überbordende Bürokratien mit einer Beamteninflation und zunehmende Staatsbevormundungen mit koordinierten Lebensnormierungen. Es häufen sich auch immer mehr Staatsgelderverteilungen und akademische (Berufs)Politiker, welche ihren Lohn fernab vom Wirtschafts-Knowhow und von praktischen Berufserfahrungen beziehen. Die Verlogenheit in der Politik nimmt zu, denn die Diskussionen drehen sich vor allem um gut oder böse und nicht mehr um richtig oder falsch. Damit steht nicht mehr die Beurteilungsfreiheit, sondern der Moralismus einer Gesinnungsdiktatur im Zentrum. Wenn Minderheiten öffentliche Ansprachen mit Gewaltandrohungen verbieten wollen, ist das Chaos nicht mehr fern. So muss bei Staatskritik immer mehr aufgepasst werden was man sagt, denn Folgen daraus können Überwachung, Festhalten und Verurteilungen sein. Damit können autoritäre Staatssysteme vergangener Zeiten mit «feineren» Mitteln in total verwässerten Demokratien wieder Einzug halten. Gegen Änderungen der politischen Gegebenheiten, wehren sich aber vielfach die Behörden, der mediale Mainstream und Teile der Bevölkerung, weil man die Wahl von unfähigen Führungseliten und das eigene Versagen nicht infrage stellen will. So wird niemand zur Rechenschaft gezogen und aus Machterhalt wird ein totaler Abschwung zugelassen, welcher letztlich die breite Bevölkerung am meisten trifft, denn die Eliten haben sich unterdessen schon lange in Sicherheit gebracht. Die Tendenz geht immer mehr zu einer weltweiten Technokratie mit einer zentralen Regierung, verbunden mit international vernetzten Konzernen, einer regelbasierten Ordnung ohne Volksmitsprache, einer Verklumpung der Medienhäuser mit Wissenschaft und Politik und dazu ein Kontrollwahn, damit Demokratien und Autokratien letztlich ersetzt werden können.

Wir sind mitten in einer "Zeit ohne Weltordnung  und Weltethos" angekommen und dies mit zunehmenden, einseitigen Werten, Dämonsierungen und einem Machbarkeitswahn. Dabei versuchen die Mächtigen mithilfe einer verwirrenden Experteninflation, «beauftragten» Expertisen und Selbstcheckertum, die Deutungshoheit von Wissenschaft, Politik und Medienmainstream für den Machterhalt zu zementieren. Dabei wird gezielt das Chaos eingeplant, damit Umstellungen unausweichlich werden. Je näher der Zusammenbruch, desto grösser werden die Polarisierungen und damit auch die einschränkenden Gesetze mit Nullrisikomassnahmen und totaler Überwachung. Die bewährten Grundpfeiler von Gemeinschaften, wie Kontinuität, kollektiver Zusammenhalt und nationale Identität, gehen immer mehr verloren, sodass direkt und indirekt auch Stabilität, Attraktivität und Wohlstand verschwinden. So grenzen sich immer mehr Menschen privat für mehr Freiheiten in kleineren Gruppen ab und verabschieden sich mit Unverbindlichkeiten statt Leistungen vom Engagement und der gesellschaftlichen Verantwortung. Im Angesicht der stark zunehmenden Apokalypsen und gezielter Angstverbreitung durch Macht- und Geldinteressen, driftet eine Kulturgemeinschaft immer mehr auseinander. Im Zentrum stehen weitgehend Geschäftsmodelle, welche den Profit mit dem Vorwand und Missbrauch der Naturerhaltung von der einen zur anderen Seite verschieben. Ein Gehen und Kommen mit Zerstörung des Bestehenden und neuen Entwicklungen gehört seit jeher zur Planeten- und Menschheitsgeschichte. Den Zenit kann aber eine Gesellschaft, trotz Geld und einem hinhaltenden Widerstand (ein Schritt vor, zwei rückwärts), nicht halten. Wohlstandsverwahrloste Zivilisationen mit abgehobenen Eliten und "Egokratien" sind blind und wollen dies nicht wahrhaben. Doch nur ein totaler Zusammenbruch, der ganze Generationen in Mitleidenschaft zieht kann, wie beim alten Rom oder anderen Hochkulturen, Besinnung, Umkehr und einen Neuanfang bewirken.

 

Die Zukunft vorauszusagen ist schwierig. Untersuchen wir trotzdem wichtige Ursachen in der aktuellen Situation, um punktuelle Lösungen finden zu können.

 

2. Ursachen 

 

Natur

Unausgewogene Bevölkerungsentwicklungen  -   Umweltbelastungen von Boden, Wasser, Eis, Flora und Fauna   -  Klimawandel

 

Mensch

Verlorenes Verwurzelungsbewusstsein einer «Flugsandgesellschaft»  -   Bildungs-/Leistungsabfall und Praxisferne   -   soziale Ungleichheit  -  eingeschränkte Zusammenarbeit   - Anonymitätsstreben  -  Selbstverwirklichungsmanie  -  Individuelles Macht- und Geldstreben  -   Sehnsucht nach offenen Grenzen und freiem Leben  

 

Wirtschaft  -  Forschung  -  Kultur   -   Medien  -   Politik

Labile Wirtschaftssysteme zwischen Liberalismus und Sozialismus    -   Abgehobenheit von Wissenschaft und Technik mit Machbarkeitswahn   -   «Analphabetentum» durch Digitalisierungen    -    Masseneinwanderungen  -   Energiekrise    -  Verklumpungen zwischen Wissenschaften, Medien und Politik  

 

3. Lösungsmöglichkeiten

 

Natur

 

-Finanz-/Anreizkonzepte für einen lückenhaften Schutz der Natur, was im Gegensatz zur Klimawandelverhinderung, realisierbar ist.

-Rigorose Anpassungen mit Innovationen auf allen Ebenen, statt Verbote gegen die natürliche Klimaerwärmung des Planeten 

-Nachhaltigkeit: Keine neuen "Klima-Geschäftsmodelle" ohne evidenzbasierte Fakten  

 

Mensch

 

-Pflicht-Basisausbildung in den wirtschaftlichen und geschichtlichen Grundlagenbereichen bei sämtlichen Schul- und Studienrichtungen mit Pflichtpraktiken in der realen Wirtschaft

-Sachlichkeit ohne Ideologien und Instrumentalisierungen in der Lösungssuche

-Mehr Selbstverantwortung statt Staatsverantwortung

 

Wirtschaft  -  Forschung  -  Kultur  -  Medien  -  Politik

 

-Strikte Trennung von Wissenschaft/Forschung, Politik und Medien, um einseitige Manipulationen und Bevorzugungen auszuschliessen

-Keine fremden Einmischungen in liberale, soziale oder staatsgesteuerte Wirtschaftsordnungen durch einzelne Staaten unter dem Label einer Wertegemeinschaft

-Steuerung der Migration mit Schutz der eigenen Bevölkerung durch grosse Hilfestellungen in den Herkunftsländern, damit die Menschen nicht ihre "Wurzelheimat" verlassen müssen.  

 

FAZIT

 

"In Gemeinden muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland"

In der westlichen Welt nehmen die Kippelemente in negative Entwicklungen immer mehr zu. Am meisten betroffen sind dabei die Gemeinden. Deshalb ist hier die gesellschaftliche Ortsförderung eine entscheidende Einrichtung, um mit mittel- bis langfristigen, etappierten Massnahmen und Angeboten ein positives Zusammenleben zu erhalten und/oder aufzubauen. /be 31.5.22  

 

 

 

                                                                                     OF3    

                                                                                               Hallen    Sportplätze    Veranstaltungsplatz   Bad   Bewegungsorte

 

 

 

Ein Sport-/Freizeitzentrum muss in einer Gemeinde eine ganzjährige, möglichst wetterunabhängige Begegnungsstätte für die Einwohnermehrheit aus allen Schichten zwischen Gross und Klein sein. Dazu braucht es, neben Räumen und Infrastrukturen für die Hauptsportarten, vielseitige Bewegungsangebote in Verbindung mit der Natur, Kultur und Erholung. 

 

Ein Sportzentrum sollte zu einem Hotspot für den Spitzen-/Breitensport für die Bevölkerungsmehrheit werden. Dazu müssen möglichst viele Sportangebote vernetzt mit dem Sportzentrum als Ausgangs-/Zielort und Durchgangsort angeboten werden.

Für den Bau und Betrieb sollten der Umweltschutz (u.a. Bodenverdichtungen) und die Wirtschaftlichkeit (Investitions- und Betriebskosten, Subventionsaufwand, Energieverbrauch pro Besucher) zentral sein. Die Sporträumlichkeiten und Plätze sollten auch für verschiedene Gemeinde-Veranstaltungen eingesetzt werden können. Dazu müssen ein klares Verkehr-/Parkplatzkonzept für den motorisierten Verkehr, ein geordneter Langsamverkehr und ÖV-Anschlüsse gewährleistet sein. Im Weiteren wären auch Reserveflächen für spätere Ergänzungsbauten von Vorteil.

Zur Kommunikation/Information braucht es im ganzen Gelände Hinweistafeln/Stelen mit einheitlicher Präsentation der Angebote, der Wege und der einzelnen Treffpunkte. Dazu sollte ein Flyer das Sportzentrum mit allen Angeboten, Jahresveranstaltungen, Belegungsplänen und wichtigen Kontaktadressen vorstellen, was auch auf der Webseite abrufbar sein sollte.

Der Sport- und Freizeitpark kann aus einer Grosshalle mit Begegnungsräumen, einem Eisfeld und einem Restaurant bestehen. Ein Freiluft- oder Hallenbad mit Kleinspielplätzen und Verpflegungsmöglichkeiten wäre eine ideale Ergänzung.  

Im Aussenbereich des Sportzentrums sollten Sportplätze, Angebote in der freien Natur und Erholungs-/Verpflegungsmöglichkeiten miteinander vernetzt sein.

Bei den Sportplätzen könnten Allwetter-Rasenplätze mit einer 400m-Leichtathletik-Rundbahn, weiter ein BMX-Parcours, ein Calisthenicspark, Tennisplätze, Beachvolleyballplätze, ein Skatepark, ein Minigolfplatz und eine «Spiellandschaft» für Jugendliche angeboten werden.            

Mit dem Sportzentrum als Ausgangs-/Zielort könnten ein «Bänkliweg» mit der Gemeindegeschichte (Audio), einen Skulpturenweg/Platz mit einheimischen Künstlern und ein Trackingtourenweg verbunden werden.     

Unter den Angeboten in der freien Natur wären als Durchgangsort des Sportzentrums ein Spazierwegnetz, ein Wanderwegnetz (So/Wi), ein Bikeroutennetz, ein Helsana-Trail, ein OL-Trainings-Parcours, ein Reitwegnetz, ein Kneippweg, ein Geochaching-Parcours, eine Langlaufloipe, Schneeschuhlaufwegnetz, Schlittelpiste und verschiedene Themenwege (u.a. Märchenweg, Aromenweg, Bauerhofweg und Waldentdeckungsweg) ideale Möglichkeiten.

Zur Erholung und Verpflegung sollten rings um das Sportzentrum Rast-, Grill- und Picknickplätze mit   Bistro vorhanden sein. Hinzu wären Plätze für Gesellschaftsspiele, wie Bodenschach, Tischtennis, Boccia und Pétanque eine wichtige Abrundung.           

         

Besonderes

 

Bei den Angeboten sollten "Alleinstellungsmerkmale" (USP) in den Natur-, Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen der Region die Hauptrolle spielen. Für die Finanzierung muss ein breitabgedecktes Konzept vorhanden sein, ohne die Gemeinde gross belasten zu müssen. Zur Zusammenarbeit sollten möglichst viele Gemeinde-Akteure eingeladen werden und der Unterhalt und die Betreuung der verschiedenen Angebote können die einzelnen Vereinigungen selber übernehmen und so beste Eigenwerbung für ihre Organisation bieten.

 

FAZIT

 

Für die Akzeptanz eines Sport- und Freizeitparks bei der Bevölkerung sollten möglichst viele Synergien vorhanden sein, damit die Menschen animiert werden sich zu treffen, sich zu bewegen und Neues  auszuprobieren. Eine vorbildliche, gesellschaftliche Ortsförderung dieser Art finden wir in Capriasca im Tessin. /be 22.5.22  

 

 

Quellen («ArenaSport", Capriasca/TI)

 

www.capriasca.ch/Arena-Sportiva-e9d85100   

www.visitcapriasca.ch/arena-sportiva

www.ortsfoerderung-schweiz.ch/index.php/gemeinden 

 

 

 

 

Bildung mit fragwürdigen Realitäten

    

    update 30.7.22              

                     

Nachfolgend ein Konzept mit zeitüberdauernden Grundsätzen für eine reflektierte Praxis. Eingebettet in eine „ABC-Struktur“ werden grundlegende Themen durch erfahrene Praktiker in kurzen Statements beleuchtet.

 

 

Das „Bildungs-ABC“

 

A nforderungen

„Die heterogenen Philosophien in den Bereichen Ausbildung, Führung und Organisation brauchen eine verbindliche Ausgangslage.“ 

Entscheidend für das Image, d.h. die Stärke und Glaubwürdigkeit von Bildungsstätten sind klare Bildungs-, Werte- bzw. Leistungsprofile, eine Identifikation der Lehrenden bzw. Lernenden mit dem Wirkungsort, ein anerkannter Standard für das wirklich Relevante und ein definierter Minimalkonsens bei den Qualitätskontrollen. Lehrpläne werden heute mit Abbau von "harten" Kompetenzen in den Stoffanforderungen und bei den Hürden zur Qualitätsstärkung (u.a. Aufnahmeprüfungen, Bewertungen, Noten) immer mehr nach unten angepasst. Dafür werden "weiche" Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Geschlechterrollen, Selbstreflexion oder Kritikfähigkeit dauernd erweitert. Das passt zum Trend zur fächerlosen Bildung als Produkt des praxisfernen Konstruktivismus, wo die Realität für jedes Individuum ein Konstrukt der persönlichen Wahrnehmung und Gehirnleistung ist und objektive Tatsachen keine Rolle spielen. So wird ein schülerzentriertes, selbsttätiges, entdeckendes Lernen mit kooperativen Lernformen in Gruppen eingesetzt, um Strukturen zu erkennen, Vermutungen zu formulieren oder sich auf offene Aufgaben einzulassen, wie es in Lehrplänen steht. Durch den grossen Überhang von praxisfernen Kompetenzen als Begriffshülsen, entsteht ein lückenhaftes Fachwissen ("Flatterwissen"), mit schlecht vernetztem Denken bzw. Tun und damit ein klarer Bildungsabbau. 

 

B ereitschaft

„Wer das Ziel kennt, findet den Weg!“

Ohne klare Zielvorgaben stellt der zunehmende Individualismus eine qualitativ hochstehende Ausbildung in Frage. Mit dem Trend die Fächer beliebig wählen zu können, entsteht durch den Weg des geringsten Widerstandes eine starke Zunahme des Mittelmasses bei Studierenden und Abschlüssen auf allen Ebenen. Auch die inflationären Kursangebote für (Aufnahme)Prüfungsvorbereitungen und dergleichen sind ein schlechtes Zeichen für das Ausbildungsniveau der öffentlichen Bildungsstätten.  

 

C ontrolling 

„Als Steuerungsinstrument (nicht als Macht - und Disziplinierungsmittel) für Verhalten und Lernleistungen in Schule und Alltag braucht es aussagekräftige Erfolgskontrollen, denn Vertrauen ist gut, Kontrolle aber nützlicher!“

Das Controlling als feedbackgesteuertes Vorgehen ist zentral für jede Ausbildung, Führung und Erziehung. Nur transparente und ausgewogene Qualifikationen mit klar umschriebenen Inhalten, welche auch vor den Lehrenden nicht Halt machen dürfen, finden die nötige Beachtung aller Adressaten. Wichtig ist aber dabei, dass eine IST-Zustandsanalyse zum Ausgangspunkt für persönliche Optimierungen wird und dass genügend Zeit für Beratungen in schwierigen Situationen vorhanden ist.

 

D efizite

"Bildungsstätten können nicht alle gesellschaftlichen Lücken (Werte, Normen, Prinzipien) schliessen oder kompensieren."

Die Situation: SchülerInnen frustriert, Eltern verunsichert und LehrerInnen überfordert. Die heutige Informationsflut in den Schulen blockiert immer mehr die Festlegung von Verantwortlichkeiten. Statt eine Reduktion auf das Wesentliche entstehen Oberflächlichkeit, Verwirrung und Betriebsamkeit, welche sich in personalintensiven Experimenten, mangelnden Erprobungszeiten und hohen Papierstapeln widerspiegeln. Dazu kommt von allen Seiten Kritik (u.a. Eltern, Behörden, Anwälte) an die Schulen, welche die Bürokratie mit dauernden Absprachen, zahllosen Bewertungsbögen, detaillierten Lernberichten, hohen Prüfungskadenzen und abgehobene Strategiekonzepten stark aufblähen und das Lehren und Lernen zum Nebenschauplatz machen. Erst wenn die überladenen Zielsetzungen bei den erzieherischen und ausbildungsmässigen Erwartungen abgebaut sind, kann in der (Aus)bildung wieder gelernt, gefördert und geleistet werden. Wichtig wäre u.a. eine Entrümpelung der Lehrpläne und ein Ausstieg von „Frühfremdsprachen“, um die Ressourcen für eine bessere Förderung von Naturwissenschaften, Mathematik und Muttersprache einzusetzen. So haben wir auch zunehmend elitären Menschen mit steigender Praxisferne und schwachen Leistungen. Wir bilden zu viele Akademiker "für die Halde" aus, die viel reden, aber wenig tun – und zu wenige Berufsleute in handwerklich, technischen und kaufmännischen Bereichen, die etwas können. Es braucht aber auch die Bereitschaft der Öffentlichkeit die Ausbildung in der Qualitätsförderung kompromisslos zu stützen. 

 

E rfolge

"Der Erfolgreiche ist daran gewohnt Dinge zu tun, die Erfolglose nicht tun mögen".

Glaube an das Unmögliche und es wird möglich! Der Erfolg beginnt im Kopf und die Eigenverantwortung in den Taten. Dazu gehört einen Lebenssinn zu haben, mit hoher Selbstdisziplin auf Ziele hin zu arbeiten, eine positive Lebenseinstellung zu entwickeln, grundsätzlich das Beste für sich bzw. für die Mitwelt zu geben, auf die eigenen Stärken (ohne die Schwächen auszublenden) zu setzen und sich von Erfolgreichen inspirieren zu lassen. Die Schulen sollten nicht nur über Werte diskutieren, sondern diese im Alltag zwingend und messbar ohne Instrumentalisierungen umsetzen. Eine vorbildliche Ausbildung setzt die Prioritäten vor allem auf solide Grundlagen und ein Instrumentarium, um auch den späteren Lebens-/Arbeitsalltag optimal bewältigen zu können. Für die grosse Mehrheit der Menschen hat das selbstgesteuerte Lernen klare Grenzen. Deshalb braucht es auf allen Stufen einen geplanten und verbindlichen Einsatz von erlernten, wirkungsvollen Lernstrategien, damit letztlich jede(r) AnwenderIn selber seinen effizienten Lern- und Lebensstil entwickeln kann. 

 

F orderungen

„Wer kein Risiko trägt, wird träge. Nur was gefordert (kontrolliert und korrigiert wird), fördert wirksam und macht glaubwürdig!“

Für die Lernfreude mit Langzeitwirkungen braucht es vor allem Interesse an der Sache, den Willen zur Leistung und ein konsequentes Training. Die Lehrenden sind zunehmend einer Allianz von Verwaltungsbeamten, Bildungsforschern, Verlagen und Politikern, d.h. einer Bildungsindustrie ausgesetzt. So bleiben Reformen abgehoben, weil diese mehrheitlich von praxisfernen Personen ausgeheckt werden, welche die „Front“ schnell verlassen oder gar nie richtig erlebt und ausgestanden haben. Professionalisierung ist sicher in einzelnen Bereichen nötig, doch muss diese an der Basis beginnen und nicht von oben aufgepfropft werden. Für Lehrende und Lernende sollten verbindliche Lern-/Arbeitskonzepte als Standard im Mittelpunkt stehen und nicht das Ausweichen in beliebige Tätigkeiten, um der herausfordernden „Knochenarbeit“ entfliehen zu können. Nur harte aber faire Bildung verhindert den Zerfall von Zivilisationen!  

 

G esundheit

„Der menschliche Selbsterhaltungstrieb ist zentral, doch dieser neigt öfters zur Trägheit oder Hyperaktivität, was der Gesundheit nicht förderlich ist.“

Man kennt heute mehr denn je die Zusammenhänge für eine gesunde Lebensführung. Trotzdem wird unsere Gesellschaft nicht gesünder, im Gegenteil. Das Wohlbefinden entsteht vor allem durch erlebnis-, prozess- und ergebnisorientierte Auseinandersetzungen mit der Natur, den Menschen und den Bildungs-/Arbeitswelten. Dazu können eine ausgewogene Ernährung, eine regelmässige Bewegung, eine psychische bzw. mentale Selbstbestimmung, eine positive Lebenseinstellung und eingeplante Erholungsmomente/Pausen die Gesundheit optimieren oder erhalten.

 

H öhenflüge

„Bleiben wir auf dem Boden, statt dauernd abzuheben“

Trotz vielen Geistesströmungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer Zeit gilt es immer wieder sich auf Wahrheiten und Realitäten zurückzubesinnen. Lebenstüchtigkeit und Innovationen entstehen vor allem im mittel- und langfristigen Erleben, Denken und Handeln und nicht durch philosophische Träumereien und dauerndem Reformaktivismus, was nur eine Flucht vor harten Realitäten bedeutet. Dies geschieht auch in den lückenhaften LehrerInnenausbildungen mit den zunehmend lebensfernen Technokraten. Hier wird eine Bildung vergegaukelt, die es gar nicht gibt und entsprechend entstehen dann Frustrationen und psychischen Belastungen im Alltag, was die Zahlen der Berufsausstiege zunehmend steigen lässt. Es braucht weniger abgehobene Bildungswissenschaften, dafür mehr Praxisnähe, Erfahrungen und eine starke Anfangsbetreuung bzw. Begleitung bei allen neu Ausgebildeten. Zudem sollten Konkurrenzsituationen mit Aufstiegsperspektiven und besonderen Entlastungen für Bildungsentwicklungen gefördert werden.

 

I ndividualisierung

„Die zunehmende Individualisierung fördert die Egozentrik und damit wird es schwieriger Einzelne und Gruppen zu lenken und zu integrieren“.

Mit einem unverbindlichen Lebensstil und dem heute salonfähigen Egoismus werden paradiesische Zustände einsuggeriert und das individuelle Lustprinzip mit dem Selbstverwirklichungsbestreben zur obersten Maxime erhoben. So ist es völlig lebensfremd und willkürlich die Lehrpläne auf reinen Kompetenzen aufzubauen und den Fächerkanon aufzuheben. Nachhaltige Kompetenzen lernt man nur in Vernetzung mit umfassenden Fächerinhalten. Damit das Lernen ein starker Lebensinhalt wird, muss man sich mit den wesentlichen Stoffinhalten intensiv befassen. Sich dauernd mit den zunehmenden Halbwertzeiten zu entschuldigen, heisst die unendlichen Möglichkeiten des menschlichen Gehirns völlig zu unterschätzen, denn umso grösser das Grundwissens- und Könnensrepertoire, desto schneller und besser kann man Neues in Bestehendes integrieren und dadurch das vernetzte Wissen steigern bzw. optimieren!

 

J ustierungen

„Die Grenzen zwischen „ultimativem Kick“ und Absinken in die Belanglosigkeit liegen auch in der Bildung nahe beieinander!“

Hinter dem heutigen Trend immer wieder Neues erleben zu müssen, liegt meistens Leere und Langeweile. Um die Betriebsamkeit zu stützen, wird eine „Zeittotschlag-Maschinerie“ aufgebaut, was die Konzentration schwächt und auch zu Sinnkrisen führen kann. Die Schule darf dies nicht zu einem Etikettenschwindel weiterentwickeln! Es gilt die Langeweile als Durchgangsstadium auszuhalten und zugleich auch besinnlichen Gedanken mehr Raum zu geben.

 

 K ompetenzen

„Die Fach- und die Selbstkompetenz können durch Methoden- und Sozialkompetenzen optimiert, aber nie durch diese ersetzt werden!“  

Ohne klare und starke Selbstkompetenzen sind eine zuverlässige Selbstorganisation (u.a. Methodenkompetenz), eine fruchtbare Zusammenarbeit (u.a. Sozialkompetenz) und eine seriöse Fächerkompetenz nicht zu erreichen. Nur auf eine Kompetenzeninflation zu setzen und als Konsequenz daraus Bewertungen/Noten für mangelndes Fachwissen abschaffen zu wollen, führt zu einer klaren Bildungsverkümmerung. Wir sollten das Lernen wieder so arrangieren, dass Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit, Präzision, Ordnung, Regelmässigkeit, Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen sinnmachend sind. Nur so kann dem heutigen Trend zur „chaotischen“ Auflösung von Strukturen und Fächern eine überzeugende Gegenposition geboten werden. Die eigene Bestätigung darf aber nicht nur über die Leistungsbetonung gesucht werden, denn eine anerkannte Fehlerkultur bei Versagensmomenten bzw. Niederlagen erhöhen Eigeninitiative und Kreativität!

 

L eistung

„Wir müssen uns mit den Besten und nicht mit den Schlechten messen. Es braucht auch mehr Mut zur Ungleichheit, d.h. die Förderung all jener, die etwas leisten wollen!“

Der junge Mensch ist von Natur aus neugierig, wissensdurstig und will Leistungen erbringen, welche gewürdigt, begutachtet, bewertet und belohnt werden möchten. Da bewirkt eine Antileistungsgesellschaft das Gegenteil. Starke Bildung braucht vor allem Talent und Fähigkeiten. Ohne Herausforderungen und leichten Überforderungen wird nur ein Bruchteil der bestmöglichen Entfaltung möglich. Wer glaubt, er könne sich dauernd zurücklehnen, hat schon verloren, denn vielseitig belastbare Menschen sind lebens- und überlebensresistenter. Für ein hohes Anspruchsniveau braucht es regelmässige Leistungsvergleiche mit sich selbst und mit andern. Statt gegen den Strom zu schwimmen, werden aber die Mängel vielfach mit der Überbetonung von Sozialkompetenzen, Unterhaltung und Dauerbespassung kompensiert. Was fehlt ist die echte Bereitschaft für Fortschritte in der Sache wirklich überzeugt und hundertprozentig etwas leisten zu wollen.  Dazu sollte echte Professionalität statt Minimalismus zur Devise werden. Wen wundert's, dass mit der Reduzierung von Anstrengung und Leistungsdruck, die Ausbildung im Mittelmass stagniert, dadurch die entsprechenden Berufsbereiche bzw. Abschlüsse entwertet werden und die Ausgebildeten letztlich mit diesen unverantwortlichen Fehlsteuerungen zu den Verlierern gehören. 

 

 

M otivation

„Je höher die (Selbst-)Motivation, desto grösser der Lernerfolg!“

Die fast hektische Suche nach immer neuen Stoffinhalten und Motivationsmitteln mit einer entsprechenden Methoden- und Materialinflationen wirkt wie eine kurzfristige Droge. Die echte Motivation entsteht einerseits aus Neugier, Wissensdrang, Beharrlichkeit und anderseits aus innerer Überzeugung nach einer wichtigen und richtigen Sache zu streben und nicht nach Lohn. Entscheidend ist dabei die Konzentration auf das Wesentliche, damit die Inhalte vielfältig variiert, trainiert und angewandt werden können. Jeder Mensch kann sich die Motivation mit Selbstdisziplin, Einsatz und Wille weitgehend selber aneignen, wenn das Umfeld stimmt, d.h. wenn man den Sinn der Sache erkennt. So müssen die Lernenden erlebnismässig erfahren, dass eigenes Können und Wissen den grössten Beitrag zur Lernmotivation bringen und nicht inszenierte "Spielereien".  

 

N iveau

"Abbau ist leichter als das Niveau zu halten!“

Die Verschulung der Gesellschaft nimmt zu, der Wirkungsgrad des Unterrichts ist dürftig und das allgemeine Bildungsniveau stagniert. Reden wir nicht dauernd von Toleranz, denn diese ist häufig eine Entschuldigung für Unvermögen und eine geduldete Unsorgfältigkeit! Hüten wir uns vor Fachleuten, welche unter dem Deckmantel eines übertriebenen Harmoniebedürfnisses mit Kuschel- und Wohlfühlpädagogik die Ausbildung neu erfinden und möglichst viele Schranken abbauen wollen, stattdessen aber eine Orientierungslosigkeit fördern. Zu argumentieren, dass heute andere Fertigkeiten bzw. Fähigkeiten nötig sind, entschärft das Problem der schlechten Selbstkompetenz und des ungenügenden Wissens nicht. Gefragt ist auch eine vorbildhafte und weitsichtige Einstellung der Lehrenden, welche den Lernenden bewusst machen, wie das Fehlen eigener Lern- und Fachkompetenzen sich im Leben auswirkt, Die grosse Mehrheit ist durch das selbständige Gruppenlernen, das auch deutlich mehr Zeit braucht, überfordert. Ohne starke Selbstkompetenzen und bewusst antrainierten Lern- und Arbeitstechniken ist die Mehrheit der Lernenden in der Wissensverarbeitung auch in Gruppen überfordert! Dies zeigt sich auch in der grösser werdenden Schere zwischen gut und schlecht Gebildeten, in den Lehr-/Studiumsabbrüchen, beim zunehmenden Versagen bei Abschlussprüfungen und im sinkenden Bildungsniveau gemäss PISA-Studien.

 

O rganisation

"Nur in einem geordneten System entstehen langfristig nachhaltige Fortschritte und dazu ist Planung in allen Lebensbereichen etwas Zentrales.“

Die heutige Regelschule mit «integrierten» SonderschülerInnen und HeilpädagogInnen für Sonderbehandlungen, birgt die Gefahr von Stigmatisierungen, Bremsung des Unterrichts und  Kompetenzenwirrwarr im Klassenzimmer. Mit übermässigen Teilzeitstellen kann keine Schule seriös geführt werden, d.h. deutlich weniger Kleinpensen hätten stark positive Auswirkungen auf Beziehungen, Leistungen und die Wirkungsorte. Für ein nachhaltiges Lernen braucht es weniger äussere "Motivationsspritzen“, dafür eigene, positive Emotionen und Leistungen bis hin in den Grenzbereich. Doch wie sollen junge Menschen optimale Lern-/Arbeitsstrategien entwickeln, wenn diese bei den Lehrenden fehlen, bzw. vielfach ein praxisfremdes Selbstmanagement vorhanden ist?

 

P lausch

"Immer mehr wird eine vordergründig angenehme Unterrichtsatmosphäre mit dem Ausblenden von grundlegenden Zielen, Forderungen und Durchsetzung erkauft."

Der „Aktionismus“, welcher mit dauerndem Animationsdenken den Lernprozess fördern will, muss durch anspruchvolles Unterrichten ersetzt werden, damit Lust und Freude durch die Informationsinhalte selber entstehen und so der Oberflächlichkeit entgegengewirkt werden kann. Auch die neuen Lehrmittel, gekennzeichnet v.a. durch Bilder und Farben, statt präzisen Strukturen, sind das Abbild des heutigen Zeitgeistes. Immer höhere Ausbildungszahlen bringen letztlich ein Niveauabbau, eine Zunahme der Bildungsbürokratie und die Gefahr von fehlenden Abschlüssen. Die Schulen sind „Weltmeister im Fordern“, jedoch schwach im verbindlichem Durchsetzen von Forderungen. Wie können sich so echt Engagierte gegen das sachte Mobbing der "Fun-Animatoren“ in einer "Spassgesellschaft" wehren?

 

Q ualität

„Das gelebte, persönliche Vorbild hat die grösste Prägewirkung!“

Langfristig garantieren nur Kontinuität und Konsequenz einen wirklichen Erfolg. Es ist wichtig Grundwerte, wie die „alten“ Tugenden Ehrlichkeit, Fleiss, Gründlichkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Disziplin, Durchhaltewille, Identifikation und Einordnung in die Gruppe, zu fördern. Der Unterricht darf nicht zum Tummelfeld von Entspannungstherapien, Fun und Kommunikationsspielen umfunktioniert werden, um die nötigen Belastbarkeiten auszublenden. Begrenzen wir die Schwerpunkte endlich wieder auf "Kerngeschäfte". Die uferlose Digitalisierung im Unterricht hat auch grundlegende Schwächen, denn das Wissen der "Maschine" muss durch intensives und vernetztes Selbsttun im menschlichen Gehirn ankommen. Bekennen wir uns zu strengen, aber durchsetzbaren Qualitätsforderungen und Selektionen, damit die fragwürdige, oberflächliche Reformhektik auf ein Normalmass zurückkehren und so auch wieder eine fundierte Grundausbildung für die Alltagstauglichkeit im Mittelpunkt stehen kann.

 

R eformen

„Nicht nur der Weg ist das Ziel, sondern auch das Tun.“

Lernen in Eigenverantwortung und nicht in Staatsverantwortung muss im Zentrum stehen. Die heutigen Reformen sind nicht vom Schüler aus gedacht, sondern durch lebensferne Ausbildner. Alle Menschen haben einen eigenen Lernstil und gehen deshalb verschiedene Wege, um dasselbe Lernresultat zu erreichen. Der persönliche Erfolg basiert aber immer auf klaren, eindeutig anzuvisierenden Zielen, präzisen Leistungs-/Qualitätsstandards und eine Konzentration auf das Wesentliche, ohne den Instrumentalisierungen ausgesetzt zu sein. Die Förderung der persönlichen Einsatzbereitschaft muss primär von einer antrainierten Eigenverantwortung und nicht durch den dauernden Ruf der Bildungsbürokraten nach Mitsprache und Mitbestimmung ausgehen. Das Erreichen von starken Lösungen in der Ausbildung, am Arbeitsplatz oder im Privatleben liegt in einem individuellen Vorgehen, wo die "richtigen Dinge“ richtiger getan werden. Erfolgreich Lehrende setzen stoffangepasste Lehrmethoden, starke Führung und hohes Engagement ein. Deshalb müssen auch Schulen wieder zurückgehen zu transparenten Methoden, wirkungsvollen Tugenden und starken Beziehungsfähigkeiten, wo Fachkenntnisse und eigene Lern-/Lebensstrategien im Zentrum stehen.  

 

S tress

Stress und Ängste gehören zum Leben, entscheidend ist nur ihr Mass!"

Kein Wunder, dass heute fast alle Belastungen als Stress empfunden werden! Ursprünglich als Überlebensschutz (Angriff oder Flucht) gegen äussere Gefahren gedacht, kann heute die aufgestaute Energie schwierig abgebaut werden. Währenddem positiver Stress („Eustress“) belebend wirkt, entstehen bei einem negativen Stress („Distress“) Denk- und Handlungsblockaden. Es sind vor allem die Grösse der Frustrationen und Angstgefühle im Alltag, die für unser Wohlbefinden leistungshemmend oder leistungssteigernd wirken. Entscheidend ist, Lernstrategien einzusetzen, welche den Stress und die Ängste gar nicht entstehen lassen oder den richtigen Umgang mit ihnen bringen.

 

T eamwork

„Teamarbeit ist ein mehrheitlich ausgeglichenes Geben und Nehmen und bringt Synergien und persönliche Gewinne!“

Echte Synergien in der Zusammenarbeit entstehen vor allem dann, wenn das spezielle Basis-/Kernwissen jedes Einzelnen in der Gruppe eingebracht und mit Ideen von Anderen zu einem Mehrwert vernetzt werden kann. Statt das Einzelkämpfertum zu beklagen, sollte man wenige, aber verbindliche Spielregeln für ein gelebtes Teamverhalten in den Bildungsstätten einsetzen.

 

U nterricht

"Das spielerische Unterrichten allein bringt es auf die Dauer nicht, denn weitgehend muss Können und Wissen durch (Knochen-) Arbeit antrainiert werden."

Es braucht Menschen, welche unbeirrt auch gegen modische Zeitströmungen und Widerstände konsequent das zeitüberdauernde Bewährte suchen und fordern und nicht mit unverbindlichen Ideen eine sogenannte „menschliche Atmosphäre“ für das eigene Überleben in der heutigen „Ich-Gesellschaft“, erkaufen. Es braucht vor allem authentische Erlebnisse, damit der zunehmende Verlust der Natürlichkeit durch die Medialisierung aufgehalten werden kann. Entscheidend für den Lernerfolg sind die Beziehungen zu Lehrpersonen. Wir brauchen Lehrende mit überzeugender Ernsthaftigkeit und keine Therapeuten, welche vor lauter Beratungen die Entscheidungsfähigkeiten ersticken lassen. Begleiten statt führen heisst die eigene Verantwortung minimieren, was sich entsprechend auch auf die Lernenden überträgt! 

 

V erbindlichkeit

„Wieder mehr Sein als Schein!“

Unsere Gesellschaft hungert nach Äusserlichkeiten. Mit einem unverbindlichen Lebensstil und dem heute salonfähigen Egoismus werden paradiesische Zustände einsuggeriert und das individuelle Lustprinzip mit dem Selbstverwirklichungsstreben zur obersten Maxime erhoben. Für eine flächendeckende Verbreitung von Lernkompetenzen mit dazugehörenden Erfolgskontrollen müssen die Ausbildungsstätten die Verantwortung wieder übernehmen, aber ein effizientes Lernen muss durch die Lehrenden auch vorgelebt werden. 

 

W ertungssystem

„Bildung muss ganzheitlich bewertet werden!“

Nur durch selbstinszenierte „Kopfarbeit“ kann vernetztes Wissen und Können erreicht werden. Wir sind im Alltag dauernd eigenen und/oder fremden Leistungs-/Erfolgskontrollen ausgesetzt, welche immer für ein objektives Qualitätsniveau gefragt sind. Nur eine transparente Qualifikation mit klaren Inhalten, welche auch vor den Lehrenden nicht Halt machen darf, findet die nötige Beachtung wichtiger Adressaten. Sicher kann kein Bewertungssystem den Menschen umfassend beurteilen, doch es ist ein Irrtum, eine eigentliche Illusion zu glauben, die grosse Mehrheit der Menschen könne ohne eingeübte Bewertungen in einem selektionsorientierten Alltag erfolgreich bestehen. Wo Selektion nicht nach Leistung betrieben wird, erfolgt sie nach der Wirtschaftskraft!

 

X ilophon

"In der Stille wachsen grosse Dinge!"

Ruhe ist heute fast unerträglich geworden und deshalb versucht man die „Leere“ mit möglichst viel Musik, Lärm und Betriebsamkeit flächendeckend zu überspielen. Auch im Unterricht fehlen vielfach Momente der Stille.

  

Y oga

„Alte Methoden werden durch Personen als überholt bezeichnet, welche um jeden Preis Neues einführen wollen, bzw. mit neuen Lernwegen die ganze Welt auf den Kopf stellen möchten."

Der gezielte Einsatz von neuen Techniken und Methoden ist erwünscht, bedingt aber für längerfristige Erfolge auch Gegenwelten durch konkrete Auseinandersetzungen und Beschäftigungen mit den Realitäten. Es gilt nicht nur mit vorgefertigten, simulierten Stoffkonzepten auf Prüfungsinhalte hinzuarbeiten, sondern es muss auch eine Auseinandersetzung mit echten und relevanten Themen des Alltags entstehen.  

 

Z weiklassigkeit

„Eine Gleichstellung aller Fächer kann nur mit der Gleichbehandlung des Bewertungssystems erreicht werden“.

Aus Gründen der ganzheitlichen Ausbildung und der Gleichberechtigung von „Kopf, Herz und Hand“ müssen alle Fächer gesetzlich mit gleichen Ellen gemessen bzw. gewichtet und belohnt werden. Sonderstellungen erzeugen negative Qualifizierungen in der gesellschaftlichen und politischen Realität, d.h. bewertungsfreie Fächer und Nebenfächer bleiben zweitklassig, werden nicht ernst genommen und verunmöglichen damit eine hohe Bildungskultur. /be 20.6.22