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Die gesellschaftiche Ortsförderung ist mehr als Ortsvermarktung.
In jedem Unternehmen entscheiden vor allem hochwertige Produkte über den Erfolg und nicht die PR-Abteilung. So sind für die Lebensqualität der Bevölkerung nicht Vermarktungsorganisationen (u.a. Tourismusvereine), sondern starke, gesellschaftliche Angebote durch eine koordinierte, gesellschaftliche Ortsförderung entscheidend.
THEMA
BROSCHÜRE ZUR GESELLSCHAFTLICHEN ORTSFÖRDERUNG
A ZIELE
Eine nachhaltig erfolgreiche Innenentwicklung in Gemeinden, Quartieren, Agglomerationen und Städten kann nur durch eine offiziell koordinierte, gesellschaftliche Ortsförderung erreicht werden.
Was ist eine gesellschaftliche Ortsförderung?
Neben der Wirtschaftsförderung (inkl. der Ortsvermarktung durch Tourismusorganisationen), gehört zur Gemeindeentwicklung eine „gesellschaftliche Ortsförderung“, mit der wichtige Lebensbereiche spürbar aufgewertet werden können. Mit der Ortsförderung werden v.a. die Lebens-/Aufenthaltsqualität und der soziale Zusammenhalt gestärkt. Wo man sich wohlfühlt, werden bekanntlich auch Engagement, Zusammenarbeit und Wertschöpfung grösser.
Wo wirkt die gesellschaftliche Ortsförderung?
Die Hauptteinflussbereiche im menschlichen Dasein sind bekanntlich Natur, Wirtschaft und Kultur. Die Kultur umfassend definiert, ist all das vom Mensch Geschaffene und somit sind alle Akteure einer Gemeinde von den Bereichen der Ortsförderung direkt betroffen. Für eine erfolgreiche Gemeindeführung sollte dies ein zentraler Bereich sein.
Wie soll die Ortsförderung funktionieren?
Die Grundvoraussetzungen für die Lebensqualität, Integration und Attraktivität einer Gemeinde liegen in vielseitigen und gebündelten Angeboten für den Lebensalltag. Deshalb muss die Ortsförderung in Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Vereinen ziel- und lösungsorientiert entwickelt werden. Die einzelnen Projekte sollten durch Koordination von verschiedenen Vereinigungen mit Leistungsvereinbarungen und gesicherter finanzieller Unterstützung realisiert werden können. Dies setzt auch eine echte Anerkennung und Unterstützung der Freiwilligenarbeit von offizieller Seite voraus.
Wie unterscheidet sich die Ortsförderung von den anderen Bereichen der Ortsentwicklung?
Die Kernkompetenzen der Wirtschaftsförderung sind die Unternehmensansiedelung, Arbeitsbeschaffung und Vermarktung für die Steigerung der Wertschöpfung in einer Gemeinde.
Die Ortsvermarktung durch die Besucherförderung gehört zum Dienstleistungssektor. Sie hat in der Schweiz einen Arbeitsstellenanteil von rund 4% und erbringt durchschnittlich 3% der jährlichen Wertschöpfung. Ihre Kernkompetenz ist die professionelle Präsentation der Region für die Besucher mittels Dienstleistungen (u.a. Auskünfte, Flyer, Broschüren, Veranstaltungsbegleitungen, Führungen) und vielseitiger Werbung. Für eine gesellschaftliche Ortsförderung fehlen aber den profitorientierten Organisationen die entsprechenden Fachkompetenzen.
Die Kernkompetenzen der Ortsförderung liegen bei der Entwicklung und Koordination von starken Angeboten für den Alltag der Bevölkerung in Zusammenarbeit mit Behörden und den Akteuren aus Wirtschaft und Politik. Der jährliche Unterstützungsbeitrag für die Leistungsvereinbarungen sollte an einen fixen Betrag pro Einwohner gebunden sein, der auch im Gemeindebudget auszuweisen ist.
Die gesellschaftliche Ortsförderung ist nicht Tourismusförderung, denn es geht hier nicht um die Vermarktung mit finanziellen Profiten, sondern um die Optimierung der täglichen Lebensumstände, damit ein anziehendes Lebensumfeld für die Bevölkerung geschaffen werden kann. Entscheidend für eine echte Zusammenarbeit ist das gegenseitige Vertrauen durch Kompetenz und Fairness zwischen den verschiedenen Akteuren. Nur klare und bindende Aufgabenteilungen verhindern eine Konkurrenzierung bzw. ein Machtstreben gewisser Akteure in negativer Art.
Wie sollen Konzepte für die Ortsförderung aussehen?
Eine politisch getragene und offizielle Koordination der gesellschaftlichen Ortsförderung ist für eine fortschrittliche Ortsentwicklung zentral und muss Chefsache sein. Für eine starke Wirkung muss in einem bestehenden Gemeindeorganigramm der Fokus der Ressorts oder Ämter konsequent auf das Thema Ortsförderung gerichtet werden. Die Verantwortung ohne bindende Zusammenarbeit mit den Behörden und ohne genügende Finanzunterstützung einfach einem Verein zu überlassen, zeugt von mangelnder Professionalität. Um diese Situation zu vermeiden, gibt es folgende, erprobte und erfolgreiche Modelle:
a) Festlegung einer offiziellen Ortsförderungsstelle als Chefsache im Gemeindeorganigramm. Verantwortlich dafür ist eine Person aus den Behörden (Präsidialabteilung und/oder eine Ortsförderungs-Kommission), welche die wichtigsten Bereiche über die Gemeinderessorts koordiniert und über das Jahresbudget der Gemeinde abrechnet.
b) Die offizielle Ortsförderung wird durch die Gemeindebehörden an eine besondere Organisation ausgelagert, welche alle Akteure der Gemeinde koordiniert und in Zusammenarbeit mit Behörden/Verwaltung mit entsprechenden Kompetenzen, Auftragsübernahmen, Leistungsvereinbarungen und finanzieller Unterstützung von Projekteingaben aus dem Jahresbudget für eine attraktive Ortsförderung verantwortlich ist. siehe: 5-sterne-region.ch
c) Die Verantwortung für die Ortsentwicklung mit "Wirtschaftsförderung, Ortsförderung und Ortsvermarktung" wird einer selbsttragenden Dachorganisation übergeben, welche aus Vertretern der Wirtschaft und Gesellschaft geführt wird, finanziell (u.a. als AG) selbsttragend ist und mit jährlicher Berichterstattung die Verantwortung in der komplette Ortsförderung für die Bevölkerung übernimmt.
siehe: spiez.ch
In allen drei Modellen geht es darum, dass die Ortsförderung die Funktion einer Drehscheibe übernimmt, um alle Kräfte einer Gemeinde weitsichtig ohne Ausgrenzungen zu koordinieren. Zudem sollte sie eine Netzwerkstelle sein, welche Behörden und die Verwaltung praxisnah beraten und begleiten kann. Durch Wertschätzung, animierenden Umgangsstil und Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit einem Geben vor dem Nehmen, soll Neues angeschoben, realisiert und dann bei Erfolg in die „Selbständigkeit entlassen“ werden. So wird eine offiziell organisierte Ortsförderung eine Visitenkarte für jede Gemeinde von der die Wirtschaft und Gesellschaft stark profitieren können.
Wie muss die Ortsförderung organisiert sein?
Soll eine gesellschaftliche Ortsförderung überhaupt funktionieren, müssen vor Beginn der Aktivitäten ein klares Konzept mit offiziellen Strukturen, festgelegten Kompetenzen, genauen Abläufen und gesicherter Finanzierung festgelegt werden. Wichtig für eine effiziente Kooperation sind auch eine Melde- bzw. Ansprechstelle für die Bevölkerung und ein neutrales Controlling. Diese Voraussetzungen sind für Bevölkerung, Parteien, Interessengruppen, Verwaltung und Behörden der gemeinsame Nenner zum Gespräch und zur Kooperation für eine erfolgreiche Zukunftsbewältigung. Mit einer breiten Meinungsbildung, Planung und Zusammenarbeit aller Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft kann eine erfolgreiche Gemeindeentwicklung gesichert werden.
Welche Lebensbereiche brauchen die Ortsförderung?
Die Hauptbereiche der Ortsförderung werden weitgehend durch die Gemeinderessorts abgedeckt. Es geht aber darum den Fokus bewusst auf stark wirksame Teilbereiche zu legen, damit die Lebensqualität der eigenen Bevölkerung wirklich aufgewertet und optimiert werden kann. Nicht die „grossen Würfe“ bei Strassen, Plätzen, öffentliche Bauten und Infrastrukturen sind entscheidend, sondern viele niederschwellige Optimierungen für das Erhalten von Vorhandenem in den "Erlebniswelten" Natur/Ortsbild, Einrichtungen/Infrastrukturen, Kultur/Bewegung, Zusammenleben/Veranstaltungen (Familien-/Altersarbeit, Vereins-/Freiwilligenarbeit), Kommunikation/Information, welche eine grosse Wohlfühlqualität erzeugen und für mehr Freude und Engagement in allen Altersschichten entscheidend sind.
Fazit
Es geht nicht um Einschränkungen der einzelnen Organisationen und Vereine, sondern um eine anerkennende Koordination ihrer Arbeit in der Gemeinde. Finanzielle Investitionen in die Ortsförderung bringen indirekt grosse Mehrwert- und Wertschöpfungsmöglichkeiten für die Wirtschaft und Gesellschaft! Deshalb sollten Behörden interessiert sein auf dieser Basis die Gemeinde erfolgreich führen zu können.
B KONZEPT
Von einer starken Lebensqualität profitieren alle Volksschichten. Deshalb brauchen wir heute mehr kritische Menschen und Medien, die unpopuläre Situationen zu Ortschaftentwicklungen ansprechen, statt diese schön zu reden. Mit verschiedenen Statements aus der Bevölkerung betrachten wir im Folgenden den Einfluss der gesellschaftlichen Ortsförderung auf die Lebensqualität und die Entwicklungsmöglichkeiten in Gemeinden.
Die gesellschaftliche Ortsförderung entscheidet über die Stärke der Lebensqualität
„Die gesellschaftliche Ortsförderung gehört, neben der Wirtschaftsförderung, für die Gemeinden und Quartiere in Agglomerationen bzw. Städten zum wichtigsten Instrument einer nachhaltigen Innenentwicklung, damit für den Alltag der Bevölkerung (Wohnen, Arbeit und Freizeit) ein anziehendes Umfeld geschaffen werden kann."
"In wirklich erfolgreichen Gemeinden ist die offizielle Ortsförderung eine Drehscheibe für eine positive Gesellschaftsentwicklung. Mit einer koordinierten und ins Gemeindeleben eingebetteten, gesellschafttlichen Ortsförderung nehmen positive Lebensgefühle, Identifikation und Zusammenhalt in der Bevölkerung spürbar zu. Dabei wäre es wichtig, dass Private ihre Umgebung durch kleine Beiträge auch aufwerten."
„Erst eine sicht- hör- und spürbare Wertschätzung der gesellschaftlichen Ortsförderung durch die Behörden und Gemeindeakteure gibt den Bewohnern das Gefühl, dass die Lebensqualität in der Gemeinde wirklich ernst genommen wird."
"Eine politisch getragene Koordination der gesellschaftlichen Ortsförderung ist für ein Umfeld mit Harmonie, Identifikation und Integration unumgänglich. Von einer solchen Visitenkarte können Wirtschaft und Bevölkerung stark profitieren.“
„Die Ortsförderung versucht anziehende Aufenthalts- und Begegnungsorte zu fördern, damit Anonymität und Verödungen in Quartieren und Strassenzügen verhindert und mit einem attraktiven Ortsbild die Aktivitäten der Bevölkerung in der eigenen Umgebung gesteigert werden können."
„Der Begriff Geschmack als Vorliebe definiert, ist sicher ein persönliches Werturteil im ethisch-moralischen und sozialen Sinn. Doch bilden sich mit der Zeit in der breiten Bevölkerung allgemeingültige Standards für ein starkes Ambiente. Damit beeinflusst ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik die Ausstrahlung und Wohnlichkeit einer Örtlichkeit ganz entscheidend."
„Mit der Ortsförderung gilt es das Lebenswerte zu erhalten bzw. zu fördern. Dazu gehören auch eine intakte Landschaft und Umwelt, welche aber auch eine spürbare Wertschöpfung erbringen müssen und nicht nur eine Parklandschaft zur individuellen Erholung bleiben dürfen, sonst müsste man dies finanziell entgelten."
Die gesellschaftliche Ortsförderung bringt mehr Volksnähe
"Eine sachbezogene Kommunikation ist die Voraussetzung für eine echte Zusammenarbeit und volkswirtschaftliches Denken. So muss die Bevölkerung zum Zusammengehen eingeladen und immer miteinbezogen werden. Dabei verstärkt eine echte Anerkennung der Freiwilligenarbeit auch Engagement, Identifikation und Stolz in der Bevölkerung. Eine Stelle der gesellschaftlichen Ortsförderung ist auch eine Plattform, wo sich Menschen jeglichen Alters und Vereine direkt in die Gemeindezukunft einbringen und mit ihr auseinandersetzen können.“
"Es geht nicht um ein Einmischen bei den Akteuren, sondern um die Stärkung von Synergien. Eine organisierte, gesellschaftliche Ortsförderung bringt starke Bindungseffekte. Damit fühlen sich Menschen verstanden, sozial aufgehoben und auch emotional ernst genommen. Zusätzlich braucht es aber Vertrauen, Respekt, Wertschätzung, Freundlichkeit, Dienen und Anstand, um die dringenden Gegengewichte zu den zunehmenden Unverbindlichkeiten in unserer Gesellschaft zu schaffen.“
„Nur mit klaren „Aussensichten“ können wichtige Kriterien für die Ortsförderung ins richtige Licht gestellt und Partikularinteressen neutralisiert werden. Zentral müssen eine sachliche Information und Kommunikation mit belegten Fakten und Zahlen sein. Solange aber Eigennutz, trotz dauerdem Ruf nach Zusammenarbeit, durch verbändelte Platzhirsche und Interessenfilz alltäglich ist, gehören Blockaden in der Gemeindeentwicklung zum Alltag. Das Untersichbleibenwollen von Exponenten von Gemeinden mit dem Dünkel des Besserwissens, Besserkönnens und des Mehrbesserseins verhindert die dringend notwendige Öffnung für Fortschritte zugunsten aller Bevölkerungsschichten.“
„In der Ortsförderung haben verschiedene Werthaltungen Platz. Wutbürgerinnen mit ihren Einwänden entstehen aber nicht einfach, sondern werden durch Menschen gemacht. Mit diesem Unwort wird die Macht zementiert, indem Unangepasste gebrandmarkt, bzw. ausgegrenzt werden, damit Seilschaften ihre Interessen durchzuboxen können. Was fehlt, ist letzlich mehr Herz für die Bevölkerung!“
„Wirtschaftliche Organisationen, u.a. bäuerlichen Genossenschaften, sollten sich für öffentliche Infrastrukturbereiche und damit für die gesellschaftliche Ortsförderung und Bevölkerung auch finanziell engagieren, statt nur die eigenen (Immobilien) Profite zu maximieren und die entstehenden Folgekosten den Steuerzahlern zu überlassen."
"Die gesellschaftliche Ortsförderung wird vielerorts stark vernachlässigt und ist auch vielfach inexistent. Die Erfahrung zeigt: Wer für die eigene Bevölkerung in der Innenpolitik versagt, kompensiert dies meistens in der Aussenpolitik mit der Tourismusförderung. Diese hat unverhältnismässig hohe Subventionen auf allen Ebenen im Vergleich zu ihrer jährlichen Wertschöpfung (CH: pro Jahr durchschnittlich 3%-Wertschöpfungsanteil und 4% der Arbeitsstellen) und bringt Profite für einige Dienstleister, nicht aber für die grosse Bevölkerungsmehrheit."
"Die Ortsförderung darf nicht dem Diktat der Tourismusbranche ausgeliefert sein, denn eine Vermarktungsorganisation verfolgt andere Interessen. Eine Krämermentalität verstärkt die Situation zusätzlich. Es gibt aber Unternehmer, welche wegen der einschüchternden Meinungsdiktatur durch touristische Interessengruppen eine Geschäftsgefährdung befürchten und deshalb einfach schweigen bzw. nicht öffentlich zur gesellschaftlichen Ortsförderung stehen dürfen."
„Worte können stärker als Taten sein. Eine kritische Presse muss der gesellschaftlichen Ortsförderung einen ebenso grossen Raum wie der Wirtschaftsförderung anbieten. Es braucht gleich lange Spiesse, denn eine gesellschaftliche Ortsförderung ist ebenso wichtig wie Wirtschaft und Tourismus!"
„Solange eine gewisse, regionale „Monopolpresse“ nur eine Standortsentwicklung durch Gutmenschen, viel Eigenlob (um Abonnenten, Inserenten, eigenes Überleben zu sichern) und den Tourismus als zentralen Wirtschaftsmotor propagiert, verkennt sie volkswirtschaftlich-gesellschaftliche Tatsachen. Da zudem grossmehrheitlich nur die Äusserlichkeiten und Schönheiten einer Region im Zentrum stehen, wird durch mangelnde Substanz die Stärkung der inneren Lebensqualität vernachlässigt."
Die gesellschaftliche Ortsförderung ermöglicht praxisnahe Entwicklungen
„Eine Koordination der Ortsförderung für ein Wohlfühlambiente muss zentral bei den Behörden angesiedelt, professionell geführt, durch die Verwaltung gezielt unterstützt und in offizieller Zusammenarbeit mit einem Bevölkerungsbegleitverfahren umgesetzt werden. Die Aufgleisung der gesellschaftlichen Ortsförderung durch profitorientierte Organisationen bringt aus vielen Erfahrungen keine nachhaltigen Fortschritte.“
„Die Ortsförderung hat einen viel höheren Stellenwert als die Besucherförderung und muss deshalb entsprechend finanziell unterstützt werden. Konsequente Leistungsvereinbarungen zwischen Behörden und mitarbeitenden Organisationen sind die Grundlagen für eine anerkennende Zusammenarbeit. Nur mit einem professionellen Controlling bleibt die Entwicklung für Wirtschaft und Bevölkerung transparent.“
"Das Vorgehen von Behörden, ohne bindende Zusammenarbeit die gesellschaftliche Ortsförderung einfach einem Verein ohne Vereinbarungen, Leistungsaufträge und garantierter Finanzunterstützung zu überlassen, ist völlig unprofessionell. Aufwertungen in der Lebensqualität für die Bevölkerung durch eine offizielle Ortsförderungsstelle sollten mit einem jährlichen Minimalbetrag von Fr. 2.-- pro Einwohner im Gemeindebudget ausgewiesen sein."
"Wo wenig gegeben wird, kann nicht Vieles erwartet werden! Innovation setzt immer harte Arbeit voraus, spielt aber bei der Entwicklung von starken Standortmarken für Produkte und Dienstleistungen und damit für die Attraktivität einer Gemeinde eine entscheidende Rolle. Es sollte auch naheliegend sein, dass bevor vermarktet und verkauft wird, starke Angebote in allen Bereichen für alle Bevölkerungskreise vorhanden sein müssen. Deshalb ist in wirtschaftlich-gesellschaftlich erfolgreichen Gemeinden die koordinierte Ortsförderung zentral und sollte auch eine Chefsache sein!"
„Eine Unterordnung zugunsten einer gemeinsamen Sache ist ein Beitrag zur Harmonie zwischen den Akteuren einer Gemeinde, was aber auch echte, gegenseitige Wertschätzung voraussetzt. Dazu braucht es mehr Demut, also ein Dienen und nicht individuelles oder vereinsmässiges Machtstreben mit Ausgrenzungen von Menschen und Organisationen.“
„Es dürfen durch bestimmte Organisationen und Personen keine Parallelstrukturen entstehen, d.h. die Kräfte müssen für das Gemeinwohl der Bevölkerung einheitlich gebündelt werden. Damit wird das Wohlfühlambiente gestärkt, was Engagement und Aktivitäten steigert und eine fortschrittliche Lebenskultur fördert."
„Für positive Entwicklungen braucht es eine weitsichtige Ermöglichungspolitik! Nur eine klare Aufgabentrennung zwischen der Ortsförderung für die Lebensqualität der Bewohner und der profitorientierten Ortsvermarktung für Besucher, macht Kräfte frei für transparente und erfolgreiche Entwicklungen.“
"Der Zustand der koordinierten, gesellschaftlichen Ortsförderung für die eigene Bevölkerung ist vielfach das Spiegelbild der Rangierung der Gemeinde in der kantonalen Steuerstatistik."
„Wenn man zu den kantonalen „Steuerhöllen“ gehört, sollte man wenigsten aus dem hohen Substrat eine attraktive Lebensqualität mit Substanz für die Bevölkerung bieten können und nicht durch hohe Gebühren die Belastungen noch erhöhen."
"Voraussehen, Vorausdenken, Vorausgehen sind zentrale Hauptaktivitäten von Behörden und Verwaltung. Solange eine Gemeindeführung, aus Angst vor zu vielen Mängeln, sich mit der gesellschaftlichen Ortsförderung nicht intensiv auseinandersetzt, wird die Lebensqualität in der Bevölkerung nur herbei- und schöngeredet und damit auch dringende Reformen ausgeblendet bzw. verhindert!"
Fazit
Beurteilen Sie nun den Ist-Zustand in Ihrer Gemeinde. Listen Sie die positiven und negativen Situationen an Hand der obigen Aussagen auf und leiten Sie das Feedback (auch mit Fotos) den Behörden weiter, damit eine eindrückliche Vorzeigegemeinde entstehen kann.
C UMSETZUNG
Für Ambiente, Ausstrahlung und Attraktivität einer Ortschaft sollte der Fokus vor allem auf Natur-/Ortsbild, Einrichtungen/Infrastrukturen, Zusammenleben/Zusammenarbeit (Vereins-/Freiwilligenarbeit, Familien-, Jugend-/Altersarbeit,) Kultur/Bewegung und Kommunikation/Information gelegt werden. Ziel dieser Zusammenstellung ist es für die örtliche Lebensqualität angepasste Mittel einzusetzen zu können und mit den Referenzgemeinden Kontakt aufnehmen zu können. Die Verantwortung dazu liegt bei der Gemeindeführung oder bei einer durch sie offiziell eingesetzte Organisation.
1. NATUR- + ORTSBILD |
Gewässer |
Berge |
Landschaft |
Ortsbild |
Besonderheiten |
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Wasserschluchtweg, Meiringen/BE |
Kalksteinhöhlen, Ehrendingen/AG |
Alpengarten, Adelboden/BE |
Quartiere, Stadt Bern |
Einheimische Kulinarik -Getränke -Speisen -Desserts |
|
Wasserfallweg, Axalp/BE |
Kristallhöhlen Kobelwald/SG |
Wildpark, Sihlbrugg/ZH |
Platzgestaltungen, Malans/GR |
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|
Flussdeltaweg, Magadino/TI |
Goldminenhöhle, Sessa/TI |
Tierpark, Weihermätteli/BL |
Wasserbrunnenweg Stadt Zürich |
|
|
Flussuferweg, Windisch/AG |
Hängebrückenweg, Sattel/SZ |
Vogelpark, Buchs/SG |
Erholungspark, Winterthur/ZH |
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|
Naturweiher, Steinhausen/ZG |
Urzeitweg, Muotathal/SZ |
Botanischer Garten, Grüningen/ZH |
Blumenschmuck Simplon/VS |
Nightlife Bars Clubs |
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Findlinge, Erlach/BE |
Schaugarten, Binz/ZH |
Schilderkonzept, Stadt Schaffhausen |
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Naturspielplatz Egg/SZ |
«Grünes Band» Stadt Bern |
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2. EINRICHTUNGEN + INFRASTRUKTUREN |
Gebäude |
Anlagen |
Strassen/Plätze |
Transportmittel |
Kinder-/Erwachsenen- Treffpunkte |
|
Burg, Hünenberg/ZG |
Befestigungsstätte, Gebensdorf/BE |
Parkplatz-Shuttlesystem, Weinfelden/TG |
Aarefahrt, Solothurn/SO |
Quartiertreffen, Breite/BS |
Schloss, Überstorf/BE |
Zivilschutzanlage Stadt Luzern |
Wegleitsystem, Bad Säckingen/D |
Dampfbarkenfahrt, Würenlos/AG |
Gemeinschaftscenter Wollishofen/ZH |
|
Bürgerhaus, Näfels/GL |
Berufsfeuerwehr, Stadt Zürich |
Kreiselgestaltung, Oberdiesbach/BE |
Dampfbahn, Brienz/BE |
Erholungspark, Lausanne/VD |
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Reisläuferhaus, Schwanden/GL |
Flusshafen, Kleinhüningen/BS |
Öffentlicher Raum, Schlieren/ZH |
Standseilbahn, Seelisberg/UR |
Begegnungszone, Oerlikon/ZH |
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Landhaus, Oensingen/SO |
Staumauer, Einsiedeln/SZ |
Ruhebänke-Inseln, Stadt Basel |
Grossgruppen-Elektrofahrzeuge Xian/China |
Wasser-Brunnen, Stadt Zürich |
|
Walliser-Haus, Leuk/VS |
Gemeindeplatz, Capriasca/TI |
Fassadenbeleuch-tung, Steckborn/TG |
Kutschenfahrten, Val Fex/GR |
Streichelzoo, Kallnach/BE |
|
Zunfthaus, Stadt Zürich |
Freiluft-Bühne Stadt Zug |
Strassenbeleuchtungen, Stadt Lugano |
Rikschafahrten, Stadt Zürich |
Spielplatz, Schwanden/GL |
|
Palast, Brig/VS |
Alte Mühle, Santa Maria/GR |
Wasserspiele Stadt Bern |
Schienenvelofahrt, Laupen/BE |
Abenteuerplatz Wollerau/SZ |
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Kathedrale, Stadt Solothurn |
Alte Weberei, Meiringen/BE |
Beflaggungskonzept, Opfikon/ZH |
«Zügli»-Rundfahren, Lugano/TI |
GlaskästenBibliothek, Unterägeri/ZG |
|
Kirche, Intragna/TI |
Aussichtsplattform Flims/GR |
Banner zu Traditionen und Persönlichkeiten Stadt Zürich |
Schiff-Simulator, Kleinhüningen/BS |
Hüpfburg, Rohrbach/AG |
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Kartause Ittigen, Warth/TG |
Rösterei Biofamilia, Sachseln/OW |
Veloparkplatzstellen, Stein am Rhein/TG |
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3. KULTUR/SPORT/ + VERANSTALTUNGEN |
Museen |
Theater |
Musik |
Malerei, Skulptur und Kunsthandwerk |
Anlässe: Brauchtum, und Gesundheit |
Erdgeschichte, Mollis /GL |
Dorftheater, Buochs/NW |
Kinderchor, Weinfelden/TG |
Offenes Malatelier Binz/ZH |
Trichelatelier Dietikon/ZH |
|
Ortsmuseum, Küssnacht/SZ |
Theater Gardi Hutter, Visp/VS |
Männerchor, Weiningen/ZH |
Portraitmalen, Sigriswil/BE |
"Füürbesen"-Umzug, Sirnach/TG |
|
«Abgelichtet»: Foto-, Dia-, Film-, Video-sammlung Wädenswil/ZH |
Telltheater, Altdorf/UR |
Mönch-/Nonnenchor, Weesen/GL |
Kaligraphiesaal, Höngg/ZH |
Nachtwächterauftritt, Bischofszell/TG |
|
Obstmuseum, Arbon/TG |
Comedy, Riehen/BS |
Jodelchor, Urnäsch/AI |
Künstlertreffen, Münchenbuchsee/BE |
Alpauf-/Abzug, Schwarzsee/FR |
|
, |
Genusswarenmuseum, Trubschachen/BE |
Märchenerzähler, Romanshorn/SG |
Gospelchor, Wollishofen/ZH |
Herrlibergersammlung, Maur/ZH |
Literaturtage, Stadt Solothurn |
Postkutschen, Andermatt/UR |
Sketsch, Wilchingen/BE |
Orgelspiel, Homburg/SG |
Gallerie für Künstler, Spreitenbach/AG |
Museumsnacht, Stadt Freiburg |
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Bahn-Miniaturanlage Givisiez/VD |
Seebühne, Thun/BE |
Streichmusik, Herisau/AR |
Openair-Kino, Locarno/TI |
Künstlertage, Wattwl/SG |
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Bahnmuseum, Erstfeld/UR |
Schnitzelbankgruppe, Basel/BS |
Alphorngruppe, Brunnen/SZ |
Atelier Sgrafitto, Samedan/GR |
Lichtspektakeltage, Bad Ragaz/GR |
|
Trammuseum, Hirslanden/ZH |
Chäslager für Theater Stans NW |
Dorfmusik, Hinwil/ZH |
Maskenwerkstatt, Altishofen/LU |
Kinderspielfest, Stadt Chur/GR |
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Rennautotreff, Hinwil/ZH |
Kadettenmusik, Murten/BE |
Adventsfenster, Buochs/NW |
Jugendspieltag, Stadt St. Gallen |
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Töffmuseum, Dietikon/ZH |
Gitarrenformation, Hauptwil/BE |
Holzkunsthandwerk Lungern/OW |
Gesundheitstag, Stadt Solothurn |
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Schiefertafelmuseum, Elm/GL |
Guggenmusik, Stadt Luzern |
Slowuptag, Seewen/SZ |
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Spielbude, Weinfelden/TG |
Tambouren-Museum, Herbriggen/VS |
Jahresauszeichnung zur Ortförderung, Sattel/SZ |
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Krippen, Bubendorf/BE |
Neuzuzügertag, Binningen/BL |
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Alte Kriegsgeräte, Sempach/LU |
Strassenmusikantent, Olten/SO |
JungbürgerInnentag, Gais/AI |
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Internierungsmuseum, Triengen/LU |
Musikfestival, Rolle/VD |
Tischmesse Vereine, Radolfzell/D |
|||
Kunstmuseum, Stadt Basel |
Drehorgeltreffen, Bad Zurzach, AG |
Frischmarkt, Dietikon/ZH |
|||
Freilichtmuseum, Ballenberg/BE |
Mittelaltermarkt, Bremgarten/AG |
||||
Umweltarena, Spreitenbach/AG |
Kauf-/Tausch-Börse, Pfäffikon/SZ |
||||
Alte Mühle, Rohrbach/AG |
Flohmarkt, Egerkingen/SO |
||||
Litteringmuseum, Flims/GR |
Spielwarenmesse, Ennetbürgen/NW |
||||
Spielzeugmuseum, Äugst/ZH |
Klausjagen, Küssnach/SZ |
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Puppenmuseum, Surava/GR |
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Erlebniswege mit Installationen |
Sport (Land) |
Sport (Wasser, Schnee) |
Besichtigungen |
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Baumwipfelpfad, Mogelsberg/SG |
Bikepark, Lenzerheide/GR |
Flussschwimmen, Stadt Zürich |
Burgen, Bellinzona/TI |
Handwerksbetriebe |
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Moorweg, Rothenthurm/SZ |
E-Bikestreckennetz, Uetliberg/ZH |
Seeüberquerung, Murten/BE |
Ruinenorte, Balsthal/BL |
Holzdrechseln, Gelfingen/BE |
|
Rebbergweg, Spiez/BE |
Skatepark, Wollerau/SZ |
Weidling-Flussfahrten, Schmerikon/ZH |
Altstadtquartier, Baden/AG |
Holzschnitzereien, Brienz/BE |
|
Murmeliweg, Beatenberg/BE |
Bergtrottinetfahren, Filzbach/SG |
Langbootfahrt, Stadt Basel |
Sehenswürdigkeiten Stadt Zürich |
Glasbläserei, Hergiswil/NW |
|
Wasserwelten, Göschenen/UR |
Seilschussfahrt, Grindelwald/BE |
Pontonierfahrten, Laufenburg/BL |
Geschichtenerzähler, Stadt Bern |
Töpfern, Buchs/SG |
|
Gletscherweg, Zermatt/VS |
Kletterpark, Atzmännig/ZH |
Kanufahren, Buochs/NW |
Produktionsstätten, Stadt Zug |
Schlittenbau, Beckenried/NW |
|
Aussichtshöhenweg, Flims/GR |
Seilpark, Goldingen/SG |
Drachenboot, Eglisau/ZH |
Religiöse Stätten, Beromünster/LU |
Maskenatelier, Wilchingen/ZH |
|
Waldlehrweg, Einsiedeln/SZ |
Armbrustschiessen, Unterägeri/ZG |
Gummibootfahren, Baden/AG |
Land-/Forstwirtschaft, Fischerei/ Bodenschätze |
Ifelenbau, Rigi-Scheidegg/LU |
|
Archeologieweg, Frick/BL |
Luftgewehrschiessen, Grüsch/GR |
Riverrafting, Reichenau/GR |
Schaukäserei, Stein/AR |
Druckhandwerk, Bischofszell/SG |
|
Felsenweg, Bürgenstock/LU |
Altgewehrschiessen, Schaffhausen/SH |
Wakeboardplatz, Estavayer-le-Lac/FR |
Wurstproduktion, Grosswangen/BE |
Gewerbebetriebe
|
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Stauseerundweg, Göschenen/UR |
(Pfeil)Spiele, Elm/GL |
Standup, Maur/ZH |
Fleischtrocknerei, Churwalden/GR |
Feuerschweissen, Chur/GR |
|
Geocaching, Arosa/GR |
Kegeln, Triengen/LU |
Flussbadestellen, Freiburg/FR |
Gemüsepflanzung, Küttingen/BE |
Schellenbau, Sigriswil/BE |
|
Foxtrail, Stadt Bern |
Bocciaspielanlage, Bignasca/TI |
Aquaslide, Lausanne/VD |
Pilzzucht, Kerns/OW |
Modeatelier, Stadt Luzern |
|
Kneipweg, Beromünster/LU |
Rutsch-/Rodelbahn, Churwalden/GR |
Wassersportplatz, Murg/SG |
Fischerei, Schmerikon/ZH |
Textildruck, Lenzburg/AG |
|
Milch-Käse-Weg, Hergiswil bei Willisau |
Lamawanderung, Santa Maria/GR |
Kräutersalzeprodukte, Wülflingen/ZH |
Nahrungsmittelprodukte Auw/AG |
||
Bänkliweg, Wauwil/LU |
GesellschaftsspielPlatz, Capriasca/TI |
Pilzzucht Rotzloch/NW |
Sägereibetrieb, Menziken AG |
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Kulturweg, Waldstatt/SG |
Dahlienschau-Garten, Lützelflüh/BE |
Buchbinderei, Winterthur/ZH |
|||
Eselhof-Tracking, Sanenberg/BE |
Korbflechterei, Rüschegg/BE |
||||
Barfussweg, Menzingen/ZG |
Gokart, Morschach/SZ |
Wassertreten, Luthern/BE |
Fischzucht, Schwanden/BE |
Industriebetriebe
|
|
Aussichtspunktweg, Turbenthal/ZH |
Airboard-Strecke, Davos/GR |
Schlitteln, Braunwald/SG |
Mosterei, Maur/ZH |
Giesserei, Stadt Aarau |
|
Hist. Rundgang, Bichelsee/BE |
Volkstanz, Kienholz/BE |
Eisstockschiessen, Andermatt/UR |
Teeanbau, Niederrickenbach/NW |
Hammerschmiede, Beinwil/LU |
|
Alte Schmiede, Heimiswil/BE |
|||||
Dorfgeschichteweg, Weesen/SG |
Trachtentanz, Alpnach/OW |
Curling, Lenzerheide/GR |
Sirupfabrik, Breitenrain/LU |
Textilindustriebetrieb, Hauptwil/TG |
|
Ritterweg, Niedergestelen/VS |
Linedance, Wattwil/SG |
Huskyschlittenfahren, Muotathal/SZ |
Bierbrauerei, Schwanden/GL |
Weberei, Bauma/ZH |
|
Festungsweg, Sattel/SZ |
Strassentanz, Schwammendingen/ZH |
Snowmobilstrecken, Engelberg/OW |
Brennerei, Hünenberg/ZG |
Holzwollfabrik, Wattwil/SG |
|
Flussweg, Hütten/ZH |
Steptanz, Ettingen/BE |
Langlauf, Lenzerheide/GR |
Imkerei, Pfeffingen/BL |
Messerfabrik, Brunnen/SZ |
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Kapellenweg, Einsiedeln/SZ |
Laufträff, Birsegg/BL |
Skifahren, Grindelwald/BE |
Mühlebetrieb, Egerkingen/SO |
Feuerwerkfabrik, Neudorf/ZH |
|
Pilgerweg, Sachseln/OW |
Sportaktivitätenpark, Winterthur/ZH |
Schneeschuhlaufen, Saasfee/VS |
Forstarbeit, Reiden/LU |
Trommelfabrik, Stadt Basel |
|
Skulpturenweg Schuls/GR |
Gemeindeduelle, Capriasca/TI |
|
Salzbergwerk, Bex/VD |
Schokoladefabrik, Kirchberg/BE |
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Werkstätten Indu-striebetrieb, Wett-steinquartier Basel/BS |
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Audioweg, Lötschental/VS |
Fixer OL-Parcours, Sumiswald/BE |
|
Bergwerk, Herznach/AG |
Läckerlihus, Stadt Basel |
|
Weg der Schweiz, Seelisberg/UR |
Segway-Tourennetz, Interlaken/BE |
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Pfeffermanifaktur, Vallemaggia/TI |
Schiffswerkstatt, Schmerikon/ZH |
|
Gesundheitsweg, Heiden/AR |
Bike-/Skateboard- Freienbach/SZ |
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Gewürzmanufaktur, Weinfelden/TG |
Dienstleistungen |
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Sagenweg, Toggenburg/SG |
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Safrananbau, Mund/VS |
Tag oder Nacht der offenen Türe a) Gemeinde-einrichtungen b) Organisationen c) Ortsunter-nehmungen |
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Märchenweg, Entlebuch/LU |
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Naturschauplätze, Stadt Aarau |
-Wohn-/ Verkehrswesen |
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Witzweg, Heiden/AI |
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-Versorgung, Entsor-gung, Wasser, Energie |
||
Musik-/Klangweg, Toggenburg/SG |
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-Rettung und Hilfe Soziales |
||
Gourmetweg, Burgdorf/BE |
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|
-Bildung und Gesundheit |
|
Handy-Safari, Morschach/SZ |
|
|
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Gripspfad, Wollerau/SZ |
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Industrieweg, Cham/ZG |
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Duftweg, Wangen/AG |
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Rätselparcours mit QR-Code, Sachseln/OW |
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4.ZUSAMMENARBEIT + VEREINE |
Freiwilligenarbeit |
Vereinsarbeit
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Familien-/Jugendarbeit
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Altersarbeit
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Fortbildungsarbeit
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gemäss Jahresprogramm |
gemäss Jahresprogramm |
gemäss Jahresprogramm |
gemäss Jahresprogramm |
gemäss Jahresprogramm |
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5. KOMMUNIKATION + INFORMATION |
Infokonzept |
Infostellen
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Informationsmittel |
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gemäss Gemeinde-leitbilder |
BürgerInnenservice-center |
Webseite der Gemeinde
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Ortseingangstafeln mit Veranstaltungs-hinweisen |
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Infocenter für Gemeindeeinwohner und Besucher |
Info-Flyer mit Label und Motto |
Präsentation der Gemeinde mit Fotos, Videofilmen, Bilder |
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Infozentrum zu Natur, Geografie, Geschichte, Kultur und Wirtschaft |
Newsletter der Gemeinde
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Strassenbanner Traditionen - Kulinarik-Persönlichkeiten |
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WELAN auf Plätzen und in öffentlichen Gebäuden |
Regelmässige Gratis-Führungen für die Bevölkerung: Historische Bauten und hist. Ereignisse |
Koordinationsplattform für die Freiwilligenarbeit |
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Einheitlicher Veranstaltungskalender |
Beschriftungen von Plätzen, Strassen und Häusern |
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Netzpläne der ÖV-Verkehrsmittel |
QR-Codeanschriften von historischen Gebäuden/Plätzen |
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Gersellschaftlicher Ortsförderungstag |
Jahreskultur- und Unterhaltungs-programm |
Rezeptbuch zu einheimischem Essen und Trinken |
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Stammtisch zur Ortsförderung |
Öffentliche Vereinsprogramme für alle |
Malbüchlein zur Gemeinde für die Kleinen |
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Panoramatafeln an Aussichts-Standorten |
Kreuzworträtselfolgen zur Gemeinde |
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Flugbildgeografische Gemeindekarte |
Wettbewerbe zu geschichtlichen und aktuellen Situationen |
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Freizeit-Broschüre und Karten |
Melde-/Aufwertungs-vorschläge durch die Bevölkerung (u.a. mit App) |
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Fazit
Eine koordinierte Ortsförderung ermöglicht die Lebensqualität und den Zusammenhalt in der Bevölkerung einer Gemeinde spürbar zu stärken. Die obige Zusammenstellung ist nicht für Tourismusorganisationen gedacht! Trotzdem ist zu befürchten, dass sich diese als "Trittbrettfahrer" und "Rosinenpicker" mit den Themen der Ortsförderung schmücken, statt ihre Kernaufgaben als wirtschafticher Dienstleister in der Ortsvermarktung kompetent und erfolgreich zu lösen. /gofteam 6.2021
Eine Analyse auf den Grundlagen von bekannten Ortsförderungsorganisationen soll ein klares Bild zur gesellschaftlichen Lebens- und Aufenthaltsqualität bieten. Dadurch können wichtige Entscheidungen für zukunftsweisende Entwicklungen getroffen werden.
Gemeinde/Stadt:……………………………………………..
1. Besteht eine offizielle Ortsförderungsorganisation für die Lebens-/Aufenthaltsqualität und die Identifikation mit Örtlichkeit, Bevölkerung und Behörden? |
Ja Nein |
2. Besteht die gesellschaftliche Ortsförderung aus -einem selbstständigen Verein oder -einer offiziellen Organisation/Stelle in der Gemeindeorganisation oder -einer selbsttragenden Dachorganisation für Wirtschaft (inkl. Tourismus) und Gesellschaft in der Gemeinde? |
Ja Nein
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3. Gibt es ein verbindliches Zusammenarbeitskonzept zwischen der Organisation/Stelle der Ortsförderung und den Behörden? |
Ja Nein |
4. Befasst sich die gesellschaftliche Ortsförderung mit Erhaltung, Optimierungen und Neuentwicklungen in den Bereichen Landschafts- und Ortsbild – Einrichtungen und Infrastrukturen – Kultur/Sport und Veranstaltungen - Zusammenarbeit und Vereinigungen - Kommunikation und Information |
Ja Nein |
5. Hat die Ortsförderung ein professionelles Führungs-/Organisationskonzept für Projektmanagement, Zusammenarbeit, Leistungsvereinbarungen, Aufgabenverteilung und Controlling? |
Ja Nein |
6. Gibt es eine Ansprech-/Auskunftsstelle und/oder ein Info-/Besuchsraum zur gesellschaftlichen Ortsförderung für alle Gemeindebewohner? |
Ja Nein |
7. Besteht ein klares Pflichtenheft für die gesellschaftliche Ortsförderung? |
Ja Nein |
8 Gibt es ein Jahresprogramm der gesellschaftlichen Ortsförderung mit Berücksichtigung der Gemeinde-Leitbilder, Prioritäten und Etappierungen? |
Ja Nein |
9. Besteht eine offizielle Unterstützung der gesellschaftlichen Ortsförderung über das jährliche Gemeindebudget mit mindestens Fr. 2.--pro Einwohner/Jahr? |
Ja Nein |
10. Werden die Gemeindeakteure für eine Zusammenarbeit durch die gesellschaftliche Ortsförderung untereinander vernetzt? |
Ja Nein |
11. Ist die gesellschaftliche Ortsförderung eine wichtige Drehscheibe im Alltag der Gemeinde? |
Ja Nein |
12. Können alle Organisationen ihre Projekte bei der Ortsförderungsstelle anmelden, damit sie unterstützt werden können? |
Ja Nein |
13. Werden zur Optimierung der gesellschaftlichen Ortsförderung regelmässige Bevölkerungsumfragen durchgeführt? |
Ja Nein |
14. Ist die gesellschaftliche Ortsförderung auf alle Volks- und Altersschichten der Gemeinde ausgerichtet? |
Ja Nein |
15. Werden die bereitgestellten Gelder ausschliesslich für die gesellschaftliche Ortsförderung eingesetzt, ohne subventionierte Organisationen der Gemeinde zu entschädigen? |
Ja Nein |
16. Gibt es spezielle Veranstaltungen zur gesellschaftlichen Ortsförderung? |
Ja Nein |
17. Werden die Projektumsetzungen der gesellschaftlichen Ortsförderung unter verschiedenen Gemeindeakteuren aufgeteilt? |
Ja Nein |
18. Wird die gesellschaftliche Ortsförderung in der Gemeinde durch die Behörden anerkannt, geschätzt und in die Politik integriert? |
Ja Nein |
19. Gibt es eine jährliche Auszeichnung für Einzelpersonen, Vereine und Organisationen für nachhaltige Beiträge zur gesellschaftlichen Ortsförderung? |
Ja Nein |
20. Erhält die gesellschaftliche Ortsförderung durch die öffentlichen Medien regelmässige Berichterstattungen? |
Ja Nein |
Resultat: ….x Ja Bewertung: Ja: 17-20 ausgezeichnet; 13-16 gut: 10-12 genügend; 6-9 ungenügend; 1-5 schwach |
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E FAZIT
Bedeutung der gesellschaftlichen Ortsförderung
Es geht vor allem um eine ganzheitliche und nachhaltige Optimierung aller Ortschaftqualitäten – insbesondere der Aufenthalts- und Lebensqualität – für die Bevölkerung auf dem ganzen Gemeindegebiet. Neben der notwendigen Wirtschaftsförderung mit ihren messbaren und „harten“ Faktoren, berücksichtigt die gesellschaftliche Ortsförderung viele „weiche“ Kriterien, welche das Wohlgefühl der Menschen stark beeinflussen.
Ziele in der gesellschaftlichen Ortsförderung
Wirtschaft und Gesellschaft müssen im Zentrum der Ortsentwicklung stehen und der Fokus muss auf alle entscheidenden Faktoren gerichtet sein. Für die gesellschaftliche Ortsförderung, als wichtiges Standbein der Ortschaftentwicklung, geht es um eine ausgewogene Steigerung der gesellschaftlichen Wertschöpfung, damit für die Bewohner ein attraktiver Lebensraum entstehen kann. Wertschätzung gegenüber allen Institutionen, Organisationen und der Bevölkerung ist aber auf jeden Fall die Grundvoraussetzung für die positive Entwicklung einer Gemeinde.
Ortsförderung im deutschsprachigen Europas
Immer mehr Gemeinden befassen sich mit einer professionellen, gesellschaftlichen Ortsförderung. Gegenüber den Anfängen hat sich die Richtung insoweit geändert, dass heute eine ganzheitliche Sicht der Entwicklung mit vernetzten Inhalten im Zentrum steht und nicht nur ein klassisches Standortmarketing mit den Schwerpunkten Kommunikation, Vermarktung und Information. Nur so kann ein gemeinsames Dach für eine nachhaltige Ortschaftentwicklung für die Zufriedenheit der Bevölkerung entstehen.
Neue Ideen für die Ortsförderung
Wichtig ist eine interdisziplinäre und ausgewogene Entwicklung der Gemeinde bzw. Region mit eingebrachten „Innensichten“ (Selbstbild) durch die Bevölkerung und „Aussensichten“ (Fremdbild) durch die umliegenden Gemeinden und Institutionen. Dabei spielt die Entwicklung von starken Standortmarken für Produkte und Dienstleistungen, die von allen Interessengruppen in der Gemeinde bzw. Region mitgetragen werden müssen, eine entscheidende Rolle.
Modelle für eine koordinierte Ortsförderung
Ortsförderung ist an sich eine hochpolitische Angelegenheit - aber niemals eine parteipolitisches Thema – und muss für eine nachhaltige Konstanz durch die Behörden anerkannt und gezielt geführt werden. Externe Organisationen für die Ortsförderung haben nur genügende Durchschlagskraft, wenn sie mit Vereinbarungen die entsprechenden Kompetenzen von der Gemeindeführung erhalten und der finanzielle Aufwand der gesellschaftlichen Ortsförderung in der Jahresrechnung der Gemeinde ausgewiesen wird.
Gemeindeentwicklungen
In den Themenbereichen haben sich neu bestimmte Schwerpunkte, wie die Entwicklung und Führung von Standortmarken, Schaffung von „Business Improvement Districts“ (Regionen für Unternehmensverbesserung und Finanzierungen durch private Organisationen) und Weiterentwicklung der bestehenden Ortsförderungsinstitutionen zu umfassenden Organisationsstrukturen, herauskristallisiert, was neue Aufgabenbereiche und Beratungsschwerpunkte entstehen lässt.
Chancen der gesellschaftlichen Ortsförderung
Die Ortsförderung muss vernetzt und interdisziplinär aufgebaut sein. Dies bedingt, dass Partikularinteressen unter einer einheitlichen Führung keinen Vorrang haben dürfen. Die Bevölkerung muss von Anfang an in den Entwicklungsprozess durch Umfragen, offizielle Ortsförderungsveranstaltungen und Selbstengagement eingebunden sein. Eine gezielte und erfolgreiche Zusammenarbeit aller lokalen bzw. regionalen Interessengruppen mit klar definierten Kompetenzen braucht aber Leistungsaufträge und Leistungsvereinbarungen. /gofch 1.20