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Bedeutung

Bedeutung

 

 

 

 

 

 

Eine erfolgreiche Ortsförderung bringt Gemeinden und Quartiere in eine Aufwärtsspirale.

 

 

Neben der Wirtschafts-oder Standortförderung gehört die gesellschaftliche Ortsförderung zum zweiten Standbein jeder erfolgreichen Gemeindeentwicklung.Sie ist eine parteiübergreifende Drehscheibe für die Lebensqualität und zugleich eine starke Visitenkarte jeder Gemeinde.   

 

THEMEN

 

- Die Bewertung von Gemeindebehörden

- Was braucht es für Begegnungs- und Lebensqualität in Gemeinden?

- Fakten-Check zur Ortsförderung in Gemeinden

- Ortsförderung -  wozu? 

- Die Wohngemeinde sollte eine Feriendestination für den Alltag sein!

 

 

Die Bewertung von Gemeindebehörden

 

Die Lebensqualität der Bevölkerung wird vor allem durch die Gemeindeführung und nicht durch die Einwohner beeinflusst. Wie bei einem Unternehmen* sollten sich Behörden und Verwaltung in den Bereichen Leitung, Organisation und Vorgehen periodisch durch eine Umfrage begutachten lassen. 

Beurteilen Sie nachfolgend die einzelnen Behördepersonen einer Gemeinde mit den Noten 1 – 6 (inkl. halbe Noten) und berechnen Sie die Durchschnittsnote des ganzen Teams.

                                                                                                                                                                                    Gemeinde: …………………………………..............................

 

Verhaltensbereiche                                                       Kriterien                             Behördepersonen  mit Bewertungen

                                                                                                                                                                                    1  2  3  4  5  6  7  8  9

 

Kommunikation und Achtung 

-fair

-wertschätzend

-konsensorientiert

                   

Offenheit und Kompromissfähigkeit

-volksnah

-integrativ

-interkulturell

                   

Dialogfähigkeit und Bescheidenheit    

-ehrlich

-vertrauenswürdig

-zurückhaltend

                                

                 

Vertrauen und Respekt

-anhörend

-empathisch

-innovativ

                        

                 

Präzision und Agilität

-zuverlässig

-konsequent

-risikobereit

                              

                 

Professionalität und Gaubwürdigkeit

-systematisch 

-fordernd

-flexibel

                          

                 

Schlusswertung

 

   Team                     

               

 

 

Fazit  


Vertrauen, Zusammenleben und Engagement in der Bevölkerung messen sich in hohem Masse an der Führungsqualität der Behörden und dies beeinflusst auch sehr stark die Ortschaftsentwicklung. Die Auswertung der Umfrage ergibt ein fundiertes Bild zur Kommunikationssituation in der Gemeinde. Wirklich erfolgreiche Gemeinden zeigen, dass für echte Fortschritte eine koordinierte und offizielle Ortsförderung unumgänglich ist./be 1.8.18

* Handelszeitung Nr.12/2018: Interview bei der Schweiz. Kaderorganisation (SKO)

 

 

 

Was braucht es für die Begegnungs- und Lebensqualität in Gemeinden?

 

Ambiente, Ausstrahlung und Aufenthaltsqualität sind wichtige Merkmale von bewundernswerten Gemeinden. Dahinter liegt eine gezielte „gesellschaftliche Ortsförderung“, welche zu jeder professionellen Gemeindeorganisation gehört. Fortschrittliche Gemeinden haben nun eine Neupositionierung der Ortsentwicklung durch eine koordinierte Ortsförderung eingeleitet, damit die Bevölkerung in der Gesellschaftsentwicklung die richtige Stellung erhält.

 

Bekanntlich wird unser Leben stark durch Natur, Wirtschaft und Gesellschaft geprägt. Was vielen Gemeinden aber vielfach fehlt, ist eine Gesamtsicht zu den Bedürfnissen aller Bevölkerungsschichten. Für eine Bevölkerungsnähe spielt nun das „Zweisäulenmodell“ mit gleichwertiger Förderung von Wirtschaft und Gesellschaft eine grundlegende Rolle.

 

Schaffen wir mit einer offiziellen Ortsförderung ein anziehendes Lebensumfeld für alle Bewohner. Eine solche, von der Wirtschaftsförderung unabhängige Einrichtung mit Fokus auf Natur - Ortsoptik, Einrichtungen – Infrastrukturen, Zusammenleben - Vereins-/Freiwilligenarbeit, Veranstaltungen - Unterhaltung und Kommunikation – Information, legt die Grundlagen für die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Organisationen/Vereinen und Bevölkerung. Es geht hier um Synergien für eine praxisnahe Gesellschaftsentwicklung und nicht um Bürokratie! 

 

Wählen wir von den drei erprobten Modellen der Ortsförderung die richtige „Drehscheibe“ für die Attraktivität der Wohn-, Arbeits- und Freizeitregion aus.

 

1. Festlegung einer offiziellen Ortsförderungsstelle mit Verantwortung bei der Behörde (Präsidialabteilung und/oder eine Ortsförderungs-Kommission)  

     siehe www.visp.ch Wirtschaft - Standortmarketing

     oder

 

2. Auslagerung der Ortsförderung an eine spezielle Organisation, welche alle wichtigen Akteure und Bereiche der Ortsförderung der Gemeinde koordiniert, unterstützt und mit den Behörden offiziell zusammenarbeitet.       

    siehe www.5-sterne-region.ch  

    oder 

 

3. Übergabe der Förderung der Ortsentwicklung an eine selbsttragende Dachorganisation für Ortsentwicklung (mit Ortsförderung, Wirtschaftsförderung und Ortsvermarktung), welche durch Vertreter von Wirtschaft und Gesellschaft geleitet wird.      

    siehe www.spiez.ch Gemeinde – Spiez Marketing AG

 

Machen wir die Gemeinde durch die gesellschaftliche Ortsförderung zur „Feriendestination für den Alltag“. Eine solche Entwicklung nach innen und aussen setzt eine einheitliche Führung und ein klares Konzept mit verbindlichen Strukturen, transparenten Kompetenzen, genauen Abläufen, gesicherter Finanzierung, animierenden Menschenkontakten, offizieller Ansprech-/Geschäftsstelle und gezieltem Controlling voraus. Es braucht die Wertschätzung der Bevölkerung und nicht eine Zementierung von Partikularinteressen! 

 

Nutzen wir mit vielen, niederschwelligen Optimierungen und gebündelten Angeboten durch die Freiwilligenarbeit und durch Leistungsvereinbarungen mit gemeinnützigen und wirtschaftlichen Gruppierungen die starken Bindungen, die Identifikation und die Integration bei der Bevölkerung. Eine transparente Kommunikation mit gegenseitigem Respekt und ungeschminkten Berichterstattungen zur Ortsentwicklung in den Lokalmedien wirkt Wunder. Entscheidend für das Funktionieren der Ortsförderung sind regelmässige Beurteilungen von Inhalten, Organisation und Umsetzungen mit gezielten Aufwertungen bei vorhandenen Lücken.  

 

Setzen wir auf eine Ortsentwicklung mit einem attraktiven Lebensraum, einer nachhaltigen Lebensqualität und ein menschenfreundliches Zusammenleben. Ziel ist es, dass sich mit sozialer Verantwortung eine ausgewogene, motivierte und zufriedene Gemeinschaft entwickelt. Dazu bietet eine koordinierte und offizielle Ortsförderung als Visitenkarte einmalige und starke Voraussetzungen für alle Bevölkerungsschichten auf dem ganzen Gemeindegebiet. /ofch 1.2.19

 

 

 

FAKTEN-CHECK für Gemeinden

 

Neben der Wirtschaftsförderung gehört zur erfolgreichen Gemeindeentwicklung eine «gesellschaftliche Ortsförderung», mit der die Lebensqualität und der soziale Zusammenhalt entscheidend gestärkt werden können.

 

Versagt Ihre Gemeinde? Beantworten Sie die folgenden Fragen mit Ja oder Nein.

 

1. Wird eine gesellschaftliche Ortsförderung als Drehscheibe und Chefsache im Gemeindeorganigramm aufgeführt oder besteht eine spezielle Organisation, welche mit der Gemeindeführung offiziell zusammenarbeitet?

2. Befasst sich die Ortsförderung mit gesellschaftlichen Optimierungen in den Bereichen der Lebensqualität wie Natur/Ambiente – Einrichtungen/Infrastrukturen – Veranstaltungen/Unterhaltung – Zusammenleben/Vereinigungen – Kommunikation/Information?

3. Werden Identifikation, Gemeinwohl und Wohlgefühl in der Gemeinde durch Projekte der gesellschaftlichen Ortsförderung gestärkt?

4. Ist ein verbindliches Konzept für Aufgabenzuteilungen, Leistungsvereinbarungen, Zusammenarbeit, Info-/Ansprechstelle und Controlling bei der Ortsförderung vorhanden?

5. Koordiniert die Ortsförderungsstelle alle Akteure einer Gemeinde, inkl. die Freiwilligenarbeit?

6.Gehört der Dienstleistungsbereich Tourismus zur Wirtschaftsförderung, also steht er ausserhalb der gesellschaftlichen Ortsförderung?

7.Wird eine gesellschaftliche Ortsförderung in der Gemeinde durch Behörden, Bevölkerung und Wirtschaft nachweislich anerkannt und geschätzt?

8. Erhält die Ortsförderung durch die Presse regelmässige Beiträge?

9. Wird eine finanziell genügende Unterstützung für eine attraktive Ortsförderung jährlich im Gemeindebudget ausgewiesen und dazu Bericht erstattet?

 

Fazit

 

Wenn nicht alle 9 Bereiche mit Ja beantwortet werden können, versagt die Gemeindeführung und Verwaltung gegenüber den Hauptbedürfnissen der Bevölkerung. /ofch 25.11.18

 

 

 

 

ORTSFÖRDERUNG -  wozu?   

 

 

"Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen." (Georg Christoph Lichtenberg)

 

Eine nachhaltig erfolgreiche Innenentwicklung von Gemeinden und Quartieren in Agglomerationen bzw. Städten kann nur durch eine offiziell, koordinierte und gesellschaftliche Ortsförderung erreicht werden.

 

Was ist Ortsförderung?

 

Neben der Wirtschaftsförderung (inkl. der Ortsvermarktung durch Tourismusunternehmen), gehört zur Gemeindeentwicklung eine „gesellschaftliche Ortsförderung“, mit der die wichtigsten Lebensbereiche spürbar aufgewertet werden können. Mit der Ortsförderung können v.a. Lebensqualität und sozialer Zusammenhalt in einer Gemeinde gestärkt werden. Wo man sich wohlfühlt, werden auch Engagement und Zusammenarbeit grösser und dies ist auch entscheidend für Niederlassungen von Unternehnmen damit die Wertschöpfung gesteigert werden kann! 

 

Wo wirkt die gesellschaftliche Ortsförderung?  

 

Die Hauptthemen im menschlichen Dasein sind bekanntlich Natur, Wirtschaft und Kultur. Die Kultur umfassend definiert, ist all das vom Mensch Geschaffene und somit sind alle Akteure einer Gemeinde von den Bereichen der Ortsförderung direkt betroffen. Für eine erfolgreiche Gemeindeführung ist dies ein zentraler Bereich.  

 

Wie soll die Ortsförderung funktionieren?

 

Die Grundvoraussetzungen für die Lebensqualität, Integration und Attraktivität einer Gemeinde liegen in vielseitigen und gebündelten Angeboten für den Lebensalltag. Deshalb muss die Ortsförderung in Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Vereinen ziel- und lösungsorientiert entwickelt werden. Die einzelnen Projekte sollten auch, in Koordination durch die Ortsförderung, möglichst durch verschiedene Vereinigungen mit Leistungsvereinbarungen und gesicherter finanzieller Unterstützung kostengünstig realisiert werden können. Dies setzt eine echte Anerkennung und Unterstützung der Freiwilligenarbeit von offizieller Seite voraus.  

 

Wie unterscheidet sich die Ortsförderung von den anderen Bereichen der Ortschaftsentwicklung?

 

Ortsförderung ist nicht Tourismusförderung, denn es geht hier nicht um die Vermarktung mit finanziellen Profiten, sondern um die Optimierung der täglichen Lebensvoraussetzungen, damit ein anziehendes Lebensumfeld für die Bevölkerung geschaffen werden kann. Entscheidend für eine echte Zusammenarbeit ist das gegenseitige Vertrauen durch Kompetenz und Fairness zwischen den verschiedenen Akteuren. Nur klare und bindende Aufgabenteilungen verhindern eine Konkurrenzierung bzw. ein Machtstreben negativer Art.  

-Die Kernkompetenz der Wirtschaftsförderung ist die Unternehmensansiedelung und die Arbeitsbeschaffung für die Steigerung der Wertschöpfung in einer Gemeinde.     

-Die Kernkompetenzen der Ortsförderung liegen bei der Entwicklung und Koordination von starken Angeboten für den Alltag der Bevölkerung in Zusammenarbeit mit Behörden und den Akteuren aus Wirtschaft und Politik. Der jährliche Unterstützungsbeitrag für die Leistungsvereinbarungen sollte an einen fixen Betrag pro Einwohner gebunden sein, der auch im Gemeindebudget auszuweisen ist.   

-Die Ortsvermarktung zur Besucherförderung durch Tourismusorganisationen gehört zum Dienstleistungssektor. Sie hat in der Schweiz einen Arbeitsstellenanteil von rund 4% und erbringt durchschnittlich 3% der jährlichen Wertschöpfung. Die Kernkompetenz der Ortsvermarktung ist die professionelle Präsentation der Region für die Besucher mittels Dienstleistungen (u.a. Auskünfte, Flyer, Broschüren, Veranstaltungsbegleitungen, Führungen) und vielseitiger Werbung. Für eine gesellschaftliche Ortsförderung fehlen aber den profitorientierten Organisationen die entsprechenden Fachkompetenzen.  

 

Wie soll ein Konzept für die Ortsförderung aussehen?

Eine politisch getragene und offizielle Koordination der gesellschaftlichen Ortsförderung ist für eine fortschrittliche Ortsentwicklung zentral und muss Chefsache sein. Für eine starke Wirkung muss in einem bestehenden Gemeindeorganigramm der Fokus der entsprechenden Ressorts oder Ämter konsequent auf das Thema Ortsförderung gerichtet sein. Die Verantwortung ohne bindende Zusammenarbeit mit den Behörden und ohne genügende Finanzunterstützung einfach einem Verein zu überlassen, zeugt von mangelndem Denken und Tun. Um diese Situation zu vermeiden gibt es folgende professionelle, erprobte und erfolgreiche Modelle:  

a) Festlegung einer offiziellen Ortsförderungsstelle als Chefsache im Gemeindeorganigramm. Verantwortlich dafür ist eine Person aus den Behörden (Präsidialabteilung und/oder eine Ortsförderungs-Kommission), welche die wichtigsten Bereiche über die Gemeinderessorts koordiniert und über das Jahresbudget der Gemeinde abrechnet. siehe:  www.visp.ch

b) Die offizielle Ortsförderung wird durch die Gemeindebehörden an eine besondere Organisation ausgelagert, welche die alle Akteure der Gemeinde koordiniert und in Zusammenarbeit mit Behörden/Verwaltung mit entsprechenden Kompetenzen, Auftragsübernahmen, und Leistungsvereinbarungen und finanzieller Unterstützung aus dem Jahresbudget für eine attraktive Ortsförderung verantwortlich ist. siehe: 5-sterne-region.ch

c) Die Verantwortung für die Ortsentwicklung mit  "Wirtschaftsförderung, Ortsförderung und Ortsvermarktung" wird einer selbsttragenden Dachorganisation übergeben, welche aus Vertretern der Wirtschaft und Gesellschaft geführt wird, finanziell (u.a. als AG) selbsttragend ist und mit jährlicher Berichterstattung die Verantwortung in der Ortsförderung für die Bevölkerung übernimmt.   siehe:    spiez.ch   

   

In allen drei Modellen geht es darum, dass die Ortsförderung die Funktion einer Drehscheibe übernimmt, um alle Kräfte einer Gemeinde weitsichtig ohne Ausgrenzungen zu koordinieren. Zudem sollte sie eine Netzwerkstelle sein, welche Behörden und die Verwaltung praxisnah beraten und begleiten kann. Durch Wertschätzung, animierenden Umgangsstil und Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit einem Geben vor dem Nehmen soll Neues angeschoben, realisiert und dann bei Erfolg in die „Selbständigkeit entlassen“ werden. So wird eine offiziell organisierte Ortsförderung eine Visitenkarte für jede Gemeinde von der die Wirtschaft und Gesellschaft stark profitieren können.   

 

Wie muss die Ortsförderung organisiert sein?

Soll eine gesellschaftliche Ortsförderung überhaupt funktionieren, müssen vor Beginn der Aktivitäten ein klares Konzept mit offiziellen Strukturen, festgelegten Kompetenzen, genauen Abläufen und gesicherter Finanzierung festgelegt werden. Wichtig für eine effiziente Kooperation sind auch eine Melde- bzw. Ansprechstelle für die Bevölkerung und ein neutrales Controlling. Diese Voraussetzungen sind für Bevölkerung, Parteien, Interessengruppen, Verwaltung und Behörden der gemeinsame Nenner zum Gespräch und zur Kooperation für eine erfolgreiche Zukunftsbewältigung. Mit einer breiten Meinungsbildung, Planung und Zusammenarbeit aller Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft kann eine erfolgreiche Gemeindeentwicklung gesichert werden.

 

Welche Lebensbereiche brauchen die Ortsförderung?

Die Hauptbereiche der Ortsförderung werden weitgehend durch die Gemeinderessorts abgedeckt. Es geht aber darum den Fokus bewusst auf stark wirksame Teilbereiche zu legen, damit die Lebensqualität der eigenen Bevölkerung wirklich aufgewertet und optimiert werden kann. Nicht die „grossen Würfe“ bei Strassen, Plätzen, öffentliche Bauten und Infrastrukturen sind entscheidend, sondern viele niederschwellige Optimierungen in den "Erlebniswelten" Natur, Ambiente, Umgangskultur, Gesundheit, Familien-/Altersarbeit, Vereins-/Freiwilligenarbeit, Veranstaltungen und Information, welche eine grosse Wohlfühlqualität erzeugen und für mehr Engagement in allen Altersschichten entscheidend sind.

 

Fazit

 

Es geht nicht um Einschränkungen der einzelnen Organisationen und Vereine, sondern um eine anerkennende Koordination ihrer Arbeit in der Gemeinde. Finanzielle Investitionen in die Ortsförderung bringen grosse Mehrwert- und Wertschöpfungsmöglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft! Da sollten Behörden interessiert sein möglichst viele Akteure der Gemeinde dazu zu animieren. /be 1.1.18

 

 

 

Die Wohngemeinde sollte eine Feriendestination

für den Alltag sein!

 

In der Ortschaftentwicklung, basierend auf der Wirtschafts- und Gesellschaftsförderung, ist das Thema Lebensqualität zentral für eine «leuchtende» Wohn-, Arbeits- und Freizeitregion. Mit dieser Konstante für ein positives Lebensgefühl und eine spürbare  Gemeinschaftszugehörigkeit bleiben wir weitgehend unabhängig vom Zeitgeist des Unverbindlichen. Deshalb sollten die berechtigten Sehnsüchte der Bevölkerung für eine starke Lebensqualität parteiübergreifend am Wohnort ohne Eigennutz gelöst werden.                                                                                                                                                                                                                                                     

Eine offiziell koordinierte Ortförderung bietet die beste Gewähr für Wohlgefühl, Wertschätzung, Identifikation, Zusammenhalt, Ambiente und Attraktivität im Alltag. Für die Gemeinden braucht dies vor allem eine starke Organisations-, Koordinations- und Integrationsfähigkeit. Beurteilen wir nun mit den nachfolgenden Qualitätskriterien der Ortsförderung (OF) die Wohngemeinde.

 

Analyse in der gesellschaftlichen Ortsförderung (OF) 

        

ORGANISATION

   

 

Ja

Nein

Die Verantwortungs-/Koordinationsstelle der OF steht im Gemeindeorganigramm der  Behörden.

oder

Es besteht eine offizielle Zusammenarbeit zwischen Behörden und einer  Ortsförderungsorganisation.

oder

Die OF ist an eine selbsttragenden Dachorganisation für die Ortschaftentwicklung mit Führung durch Wirtschafts- und Gesellschaftsvertreter ausgelagert.

 

 

IST-Zustands-Analyse zur OF in der Gemeinde durch Bevölkerungsumfragen

 

 

Professionelles Führungs-/Organisationskonzept in der Gemeinde für die OF

 

 

Transparentes Pflichtenheft für die OF als Drehscheibe der Gemeinde

 

 

Offizielle Unterstützung der OF über das jährliche Gemeindebudget

 

 

 

 

 

KOORDINATION

 

 

 

   

Konsequente Ausrichtung der OF auf alle Volks- und Altersschichten der Gemeinde

 

 

Festlegung von idealen OF-Bereiche wie Ambiente, Ortschaftbild, Einrichtungen, Veranstaltungen, Gesundheit, Zusammenleben, Kommunikation, Information für jede Gemeinde

 

 

Verbindliches Jahresprogramm der OF mit Berücksichtigung der Leitbilder der Gemeinde

 

 

Aufteilung der Projektumsetzungen der OF unter den verschiedenen Akteuren der Gemeinde

 

 

Zusammenarbeitskonzept mit Leistungsaufträgen und Leistungsvereinbarungen zwischen Behörden, OF-Stelle und Akteuren der Gemeinde

 

 

Einrichtung einer Ansprech-/Auskunftsstelle der Gemeinde für Bewohner und Besucher

 

 

Praxisnahes Kommunikationskonzept zwischen Behörden - OF - Bevölkerung

 

 

 

 

 

INTEGRATION

 

 

     

Regelmässige und volksnahe Kontakte der OF mit der ganzen Bevölkerung

 

 

Animation aller Akteure der Gemeinde für die Mitarbeit in der OF

 

 

Einrichtung einer offiziellen Plattform der OF für eine koordinierte Freiwilligenarbeit in der Gemeinde

 

 

Jährliches Treffen mit der Bevölkerung um Einzelpersonen, Vereine und Organisationen für Beiträge zur OF auszuzeichnen

 

 

Tage der offenen Türe in verschiedenen Gemeindestätten zur Verdankung der Familien-, Sozial- und Altersarbeit

 

 

 

Fazit

 

Leben Sie mit der gesellschaftlichen Ortsförderung in einer Vorzeigegemeinde und würden Sie immer wieder Ferien in Ihrer Gemeinde verbringen? Wenn nicht, sollten Sie als Mitglied von Behörden, Verwaltung, Organisation bzw. Vereinen oder als Einzelperson sofort aktiv werden. Die Bevölkerung wird für das Engagement zur Stärkung der Gemeinschaft und des Daheimfühlens unendlich dankbar sein./ofch 8.8.18

 

 

 

Die Bewertung von Gemeindebehörden

 

Die Lebensqualität der Bevölkerung wird vor allem durch die Gemeindeführung und nicht durch die Einwohner beeinflusst. Wie bei einem Unternehmen* sollten sich Behörden und Verwaltung in den Bereichen Leitung, Organisation und Vorgehen periodisch durch eine Umfrage begutachten lassen. 

Beurteilen Sie nachfolgend die einzelnen Behördepersonen einer Gemeinde mit den Noten 1 – 6 (inkl. halbe Noten) und berechnen Sie die Durchschnittsnote des ganzen Teams.

 

                                                                                                              Gemeinde: …………………………………..............................

 

Verhaltensbereiche          Kriterien                                                    Behördepersonen  mit Bewertungen

                                                                                                                                           1       2       3       4        5        6       7      8      9

 

Kommunikation und Achtung 

-fair

-wertschätzend

-konsensorientiert

                   

Offenheit und Kompromissfähigkeit

-volksnah

-integrativ

-interkulturell

                   

Dialogfähigkeit und Bescheidenheit    

-ehrlich

-vertrauenswürdig

-zurückhaltend

                                

                 

Vertrauen und Respekt

-anhörend

-empathisch

-innovativ

                        

                 

Präzision und Agilität

-zuverlässig

-konsequent

-risikobereit

                              

                 

Professionalität und Gaubwürdigkeit

-systematisch 

-fordernd

-flexibel

                          

                 

Schlusswertung

 

 

   Team                     

               

 

  

Fazit

 

Vertrauen, Zusammenleben und Engagement in der Bevölkerung messen sich in hohem Masse an der Führungsqualität der Behörden und dies beeinflusst auch sehr stark die Ortschaftsentwicklung. Die Auswertung der Umfrage ergibt ein fundiertes Bild zur Kommunikationssituation in der Gemeinde. Wirklich erfolgreiche Gemeinden zeigen, dass für echte Fortschritte eine koordinierte und offizielle Ortsförderung unumgänglich ist./be 1.8.18

* Handelszeitung Nr.12/2018: Interview bei der Schweiz. Kaderorganisation (SKO)